Game-Steuer soll Süchtigen helfen
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Game-Steuer soll Süchtigen helfen

In der Diskussion um die Gefährlichkeit von Computerspielen hat ein deutscher Kriminologe eine Abgabe für Games vorgeschlagen.

«Für jedes Spiel müssten 50 Cent in einen Fonds eingezahlt werden, aus dem dann zum Beispiel Therapien für Spielsüchtige oder eine stärkere Erforschung der Problematik bezahlt werden könnten», sagte Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen am Mittwoch auf dem 9. Medientreffpunkt Mitteldeutschland.

Der Umsatz von PC-Spielen lag im vergangenen Jahr in Deutschland bei rund 473,4 Millionen Euro.

Eltern bei Medienerziehung gefordert

In der Diskussionsrunde «Vom Ego-Shooter zum Amokläufer? Killerspiele zwischen Regulierungsbedarf und Selbstkontrolle» appellierten mehrere Experten an die Eltern, auf das Spielverhalten ihrer Kinder zu achten. Dies werde in der Zukunft, wenn Spiele zunehmend im Internet abgerufen werden können, noch bedeutender.

Spielewelt für Eltern schwer begreifbar

«In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Inhalte in allen Medien so verändert, dass ich bezweifle, dass die Kinder ihre Medienkompetenz anpassen konnten», sagte die Leiterin der Kommission für Jugendmedienschutz, Verena Weigand.

«Es ist ganz wichtig, auf die Eltern zuzugehen.» Für diese sei es aber oft schwierig, sich in die Spielewelt hineinzudenken.

(dapd)

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