Aktualisiert 26.07.2011 18:57

Parkinson-Patienten

Gamen für die Wissenschaft

Computerspielen könnte gegen Parkinson helfen. Diese These wird derzeit im Unispital in einer Studie überprüft.

von
Jonas Hoskyn
Wii-Spielen könnte gegen Parkinson helfen. (Keystone)

Wii-Spielen könnte gegen Parkinson helfen. (Keystone)

Rund zehn von Parkinson betroffene Probanden nehmen bisher an der Studie teil. Seit Anfang Mai kommen sie dreimal pro Woche ins Unispital, um dort zu gamen. «Bei Parkinson-­Patienten treten oft Einschränkungen gewisser geistiger Fähigkeiten auf», so Neurologe Peter Fuhr. Die Betroffenen ­haben Mühe mit dem Konzentrationsvermögen, der Reaktionsgeschwindigkeit, dem Multi-Tasking und damit, sich zu organisieren. «Wir hoffen, dass man in diesen Punkten mit Computeraufgaben eine Besserung erzielen kann», so Fuhr. Entsprechende Studien gebe es aber kaum. Deshalb läuft nun in Basel das zweijährige Pilotprojekt.

Für die Studie wurden die Probanden in zwei Gruppen eingeteilt. Die einen spielen an einem PC, die anderen machen den Versuch an der interaktiven Game-Konsole Wii, bei der der Joystick analog der Bewegungen der Spielfigur bewegt werden muss. «Sie spielen dann Tischtennis, Flugsimulator, Bogenschiessen oder Schwertkämpfe», so Ronan Zimmermann, der die Studie leitet. Es sei noch zu früh, um zu sagen, ob eine der beiden Gruppen einen Fortschritt durch das Gamen erziele. «Aber immerhin haben uns schon einige gesagt, dass das Training ihnen sehr viel Spass macht», so Zimmermann.

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