18.11.2020 18:14

Laut Oxford-StudieGamen macht glücklicher als bisher vermutet

Die Zeit, die in Videospiele gesteckt wird, hat laut einer neuen Studie der Universität Oxford einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden. Ein wichtiger Faktor sei auch das Spielerlebnis.

von
Riccardo Castellano
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Eine neue Oxford-Studie zeigt: Gamen kann das psychische Wohlbefinden fördern.

Eine neue Oxford-Studie zeigt: Gamen kann das psychische Wohlbefinden fördern.

Getty Images/iStockphoto
Untersucht wurden 3274 Personen, die alle über 18 Jahre alt waren. 

Untersucht wurden 3274 Personen, die alle über 18 Jahre alt waren.

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Nintendo gab für die Umfrage Daten zur Spielzeit im Game «Animal Crossing: New Horizons» bekannt.

Nintendo gab für die Umfrage Daten zur Spielzeit im Game «Animal Crossing: New Horizons» bekannt.

Nintendo

Darum gehts

  • Eine Studie in Bezug auf Wohlbefinden und Gamen zeigt neue Erkenntnisse.

  • Laut der Oxford-Universität steigert Gamen das psychische Wohlbefinden.

  • Die Studie analysierte das Verhalten in den Games «Plants vs Zombies» und «Animal Crossing: New Horizons».

  • Spielspass und Spieldauer sind der grösste Faktor am psychischen Wohlbefinden.

Gamen ist gesund? Diese drei Wörter waren eine bisher unwahrscheinliche Kombination. Neue Erkenntnisse der Universität Oxford zeigen aber, dass Gamen das psychische Wohlbefinden fördern kann – sofern einige Bedingungen erfüllt werden.

Untersucht wurde das Verhalten der Gamer in den beiden Spielen «Plants vs Zombies: Battle For Neighborville» und «Animal Crossing: New Horizons». Die Entwickler der beiden Games, EA und Nintendo, stellten für die Studie Daten zur Verfügung. Insgesamt 3274 Personen nahmen an einer Umfrage teil und waren über 18 Jahre alt.

Überraschende Funde

Nintendo und EA gaben lediglich Daten rund um die durchschnittlichen Spielzeiten. So konnte anhand der Umfrage auch ermittelt werden, wie das Wohlbefinden mit diesen zusammenhängt. Der Vorteil und das Novum dieser Studie sind ebendiese objektiven Daten, die von subjektiven Einschätzungen von Gamern abweichen können.

Durch die Auswertung fanden die Forschenden heraus, dass ein positiver Zusammenhang zwischen der Spieldauer und dem Wohlbefinden besteht. Andrew Przybylski, Leiter der Studie, betont: «Das Spielen kann einen positiven Effekt auf die psychische Gesundheit haben, es gibt aber natürlich auch viele andere Faktoren, die dazu beitragen.»

Obwohl also lange Spielstunden förderlich sein können, ist der Spielspass ebenfalls ein wichtiger Faktor. Die Qualität der Gaming-Session, also ob der Spieler das Game auch als Vergnügen empfindet, sei laut Przybylski noch förderlicher für das psychische Wohlbefinden.

Nur an der Oberfläche gekratzt

Przybylski fügte noch hinzu, dass die letzten 40 Jahre an Recherchen und Studien zeigten: Je länger die Testpersonen spielten, umso unglücklicher waren sie. In Anbetracht dieser Vorkenntnisse überraschte diese Studie noch mehr.

Eine Erklärung dafür könnte sein, dass die beiden erwähnten Spiele soziale Aspekte besitzen. In «Animal Crossing» ist es möglich, mit anderen Charakteren zu interagieren und sozialisieren – seien diese echt über Online-Chat oder computergesteuert. Diese Art von sozialer Interaktion im virtuellen Raum hatte möglicherweise einen Einfluss, besonders zu Zeiten von Covid.

Wer sich aber gezwungen fühlte zu spielen, sei es zum Stressabbau oder anderen Gründen, gab in der Umfrage an, weniger glücklich zu sein als andere. Der Studienleiter erhofft sich in Zukunft Daten von weiteren Entwicklern und Spielen, um noch tiefer in die Materie einzutauchen.

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11 Kommentare
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Gelegenheitszocker

19.11.2020, 12:42

Warum auch nicht? Ist imprinzip bei vielen Spielen wie eine Serie schauen. Nur hat man es selbst in der Hand was man macht und das ist der Reiz dabei.

Yappi

19.11.2020, 11:26

Endlich wird gamen nicht mehr als etwas negatives beachtet.

Gear

18.11.2020, 21:51

Sperr mi nur, isch mer bi forza au scho passiert..🤣🤣