Aktualisiert 10.03.2016 11:50

Spielen fürs Leben

Gamen macht Schulkinder schlauer

Wissenschaftler sagen, dass Primarschüler, die viel gamen, weniger Probleme mit ihren Klassengspänlis haben.

von
pst

Forscher der Columbia University Mailman School of Public Health in New York und der Université Paris Descartes haben eine Studie zum Thema «Kinder und Gaming» veröffentlicht. Die Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen der Zeit, die Kinder mit Games verbringen, und ihrer mentalen Verfassung sowie kognitiven und sozialen Fähigkeiten.

Die Studie kommt zum Schluss, dass sich Videogames positiv auf Sechs- bis Elfjährige auswirken können. Beschäftigt sich ein Primarschüler viel mit virtuellen Spielen, erhöhen sich die Chancen auf eine hohe Intelligenz und eine allgemein hohe schulische Kompetenz, wie Sciencedaily.com schreibt. Einen Zusammenhang zwischen Gaming und psychischen Störungen konnten die Forscher nicht ausmachen.

Kinder von Single-Müttern spielen weniger

Die Ergebnisse der Studie basieren auf Daten des EU-Projekts «School Children Mental Health Europe», das sich mit der psychischen Verfassung von Kindern beschäftigt. Für die Studie bewerteten Lehrer und Eltern den psychischen Zustand ihrer Kinder, die von den Wissenschaftlern wiederum interaktive Fragen gestellt bekamen.

Für die Auswertung berücksichtigten die Forscher Geschlecht, Alter und Grösse der Familie der befragten Kinder. Es zeigte sich, dass Sprösslinge von Single-Müttern oder solchen mit geringem Bildungsstand weniger gamen. Die Ergebnisse wurden im «Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology»-Journal veröffentlicht.

Doch auch wenn häufiges Spielen schlau macht, betonen die Forscher, es sei sehr wichtig, Kindern Zeitlimiten für ihre Game-Sessions zu setzen.

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