Digitaler Transfer: Gamer-Duo verstärkt Rodriguez und Benaglio
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Digitaler TransferGamer-Duo verstärkt Rodriguez und Benaglio

Der VfL Wolfsburg verpflichtet als erster deutscher Bundesligist zwei E-Sportler: Sie sollen den Klub in Zukunft repräsentieren.

von
heg
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Ricardo Rodriguez und Diego Benaglio erhalten beim VfL Wolfsburg neben dem Platz Konkurrenz.

Ricardo Rodriguez und Diego Benaglio erhalten beim VfL Wolfsburg neben dem Platz Konkurrenz.

Keystone/AP/Jean-christophe Bott
VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs verpflichtet mit Benedikt «Salz0r» Salzer und Daniel «Dani» Fink zwei E-Spieler, die den Verein in Zukunft repräsentieren.

VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs verpflichtet mit Benedikt «Salz0r» Salzer und Daniel «Dani» Fink zwei E-Spieler, die den Verein in Zukunft repräsentieren.

epa/kay Nietfeld

Fussball-Games boomen. Der VfL Wolfsburg hat deshalb als erster Bundesligist zwei E-Spieler unter Vertrag genommen. Ihre Namen: Benedikt «Salz0r» Salzer und Daniel «Dani» Fink.

Die Gamer werden in Zukunft aber nicht mit Ricardo Rodriguez und Diego Benaglio in der Bundesliga kicken. Die in der virtuellen Welt für das Team MeetYourMakers aktiven E-Sportler treten im aktuellen «Fifa»-Videogame in den Farben des VfL Wolfsburg an und sollen den Verein repräsentieren. Erfahrungen sammelten Salzer und Fink in den vergangenen Jahren bei deutschen Meisterschaften und verschiedenen internationalen Turnieren der «Fifa»-Spielereihe.

«Beide Welten enger zusammenführen»

Wolfsburg-Geschäftsführer Klaus Allofs ist nun also auch auf dem digitalen Markt ein Transfercoup gelungen. «Zwischen dem realen und dem digitalen Fussball gibt es immer mehr Berührungspunkte. Die Spiele werden von Jahr zu Jahr realistischer und finden sowohl bei unseren Profis als auch bei unseren Fans grossen Anklang. Mit unserem Engagement wollen wir beide Welten künftig noch enger zusammenführen», sagte Allofs, der seinen Vertrag am Mittwoch um drei Jahre bis 2019 verlängerte.

Für Wolfsburg ist die Gamer-Szene nicht neu. Im November 2013 wurde mit Spieleentwickler EA Sports ein Turnier der Virtuellen Bundesliga (VBL) im Stadion veranstaltet. In der eigenen Fussballwelt stehen auch Konsolen für Besucher bereit.

Wolfsburg steht im Finale

Dass die Wölfe bei den Gamern sehr beliebt sind, zeigt die Anzahl der Teilnehmer im VBL-Final: 14 von 32 Spielern treten für den Klub von Ricardo Rodriguez und Diego Benaglio an. Wolfsburg konnte sich bereits im April einen Titel sichern: Der Verein gewann die Klubmeisterschaft der Virtuellen Bundesliga, die sich aus Ergebnissen aller Partien der Online-Qualifikation ergibt.

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