Pisa-Test: Gamer sind besser in der Schule
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Pisa-TestGamer sind besser in der Schule

Schüler, die fast täglich online zocken, erzielen mehr Punkte im Pisa-Test. Dies zeigt eine neue Studie.

von
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Online-Gamer erzielen bessere Resultate bei Pisa-Studien.

Online-Gamer erzielen bessere Resultate bei Pisa-Studien.

Keystone/Oliver Berg

Das Forscherteam um Alberto Posso vom Royal Melbourne Institute of Technology konnte in einer neuen Studie zeigen, dass die Schüler, die Online-Games spielen, in Pisa-Tests die besseren Resultate erzielen.

Für die Studie hat das Forscherteam 12'000 Pisa-Tests von australischen Schülern untersucht. Dabei fand es heraus, dass diejenigen Schüler, die fast täglich Online-Games spielen, im Rechnen und im Lesen 15 Punkte mehr als der Durchschnitt erzielten, in Naturwissenschaften sogar 17 Punkte mehr. «Wer Online-Games spielt, muss Puzzles lösen. Die Fähigkeiten, die es dazu braucht, werden in der Schule in der Mathematik, im Lesen und in der Naturwissenschaft gelehrt», sagte Studienleiter Posso zum «Guardian», wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.

Etwas anders sieht es aber bei denjenigen aus, die regelmässig soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter nutzen. Laut der Studie lag ihre Punktzahl vier Prozent unter dem Durchschnitt.

Actiongames helfen, Modelle zu bilden

Daraus lasse sich aber nicht unbedingt schliessen, dass Online-Games klüger und soziale Medien dümmer machen. Laut Posso kann die Studie nicht beweisen, dass die Schüler im Pisa-Test bessere Resultate erzielen, weil sie online spielen, oder ob Schüler, die besser abschneiden, einfach gerne Online-Games spielen. Ebenso lasse sich nicht sagen, dass die Social-Media-Nutzung der Grund sei, dass Schüler schlechtere Resultate erzielen.

Daphné Bavelier ist Professorin am Center für Neurowissenschaften der Universität Genf und untersucht die Auswirkungen von actionreichen Videospielen. Die Resultate der Studie erstaunen sie nicht. Die Forscherin hat in früheren Studien bereits aufzeigen können, dass Actiongames die Lernfähigkeit steigern. So lerne man am besten, wenn man Ego-Shooter-Spiele wie «Call of Duty», «Far Cry» oder «Battlefield» spiele. Laut Bavelier liegt es daran, dass unser Gehirn stets versuche, vorauszusagen, was als Nächstes passiert. Dazu erstellt das Gehirn Modelle. Das Spielen von Actiongames helfe, genauere Modelle zu erstellen.

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