Aktualisiert 25.10.2015 10:05

ZürichGammelhäuser locken Sozialfälle in die Stadt

Lotterliegenschaften ziehen Sozialfälle nach Zürich, sagt SP-Politiker Raphel Golta. Dagegen will er jetzt vorgehen.

von
pat

Erst diese Woche hat die Polizei in Zürich eine Razzia in drei heruntergekommenen Liegenschaften durchgeführt. Der Grund: Mietzinswucher. Vier Personen sitzen in Untersuchungshaft.

Solche Lotterhäuser seien menschenunwürdig und stellten ein Problem für die Stadt dar, sagt der Zürichs Sozialvorsteher Raphael Golta gegenüber der «NZZ am Sonntag». Solche überteuerten Zimmer würden von solchen Liegenschaften an Sozialfälle vermietet.

«Bei diesen Liegenschaften ist die Gefahr gross, dass sie Leute aus einem grossen Einzugsgebiet in die Stadt locken. Sie sind für diese der Eingang in die Stadt», so Golta. Sobald sie etwas Besseres fänden, zögen sie weiter. Er bezeichnet die Wohnungen als «Durchlauferhitzer».

Zugezogene Sozialfälle belasten Stadtkasse

Das möchte die Stadt verhindern, da jeder zugezogene Sozialhilfebezüger die Stadtkasse belastet. Mit den bereits ansässigen Fällen habe man bereits genug zu tun, findet der SP-Politiker. «Auf die wollen wir uns fokussieren und ihnen ein anständiges Leben ermöglichen.»

Golta begrüsst den Polizeieinsatz in den Liegenschaften in Zürich von dieser Woche. Er betont aber auch: «Mit einem Strafverfahren allein hat man noch keine Kakerlake entfernt und noch keine Wand neu gestrichen.» Die Stadt wolle deshalb mit eigenen Leuten in den Liegenschaften aufräumen.

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