Stinkfrech: Gangster stiegen durchs Dach in die Post
Aktualisiert

StinkfrechGangster stiegen durchs Dach in die Post

Die St. Galler Polizei steht vor einem Rätsel: Unbekannte haben in der Nacht auf Montag eine Postfiliale aufgebrochen. Doch niemand scheint etwas gehört zu haben.

von
eli

«Dazu braucht es schweres Gerät», sagt Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen. «Und es macht einen ordentlichen Krach.» Dennoch scheint kein Anwohner etwas mitbekommen zu haben.

Durch das Flachdach waren die Gangster in der Nacht auf Montag ins Innere der St. Galler Postfiliale Riethüsli gelangt. Sie hatten Beton weggefräst und Armierungseisen durchtrennt. In der Post trennten sie den Tresor und den Postomaten auf, dann machten sie sich mit mehreren tausend Franken aus dem Staub. Über die genaue Höhe der Beute macht die Polizei keine Angaben.

Überwachungsvideo: Verzweifelter Postraub

Alarm wurde nicht übermittelt

Durch die Arbeiten am Tresor entwickelte sich starker Rauch. Als am Morgen die ersten Postangestellten eintrafen, war die Postfiliale voller Qualm. Als Erstes wurde deshalb die Feuerwehr alarmiert.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter ihren Coup sorgfältig vorbereitet haben. Laut Krüsi dürften sie sich schon zu einem früheren Zeitpunkt, womöglich am helllichten Tag, am Dach zu schaffen gemacht haben.

Rätselhaft ist auch, weshalb der Alarm nicht richtig übermittelt wurde. Auch hierzu sind laut Polizei Ermittlungen im Gange. Zur Spurensicherung wurde der kriminaltechnische Dienst der Kapo St. Gallen aufgeboten. Für Krüsi scheint klar: «Da waren Profis am Werk.»

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