Aktualisiert 11.11.2004 17:28

Gansabhauet in Sursee

In Sursee fand am Martinstag (Martini) die traditionelle Gansabhauet statt. Die erste Gans fiel nach drei Schlägen, die zweite nach dreizehn.

In diesem Jahr waren Wiederholungstäter am Werk. Die erste Gans holte der 32-jährige Markus Fuchs aus Sursee. Schon vor drei Jahren hatte er sich eine Gans abgesäbelt. Die zweite Gans eroberte Norbert Beck, ein in Amerika lebender gebürtiger Surseer. Er war vor 25 Jahren ein erfolgreicher Teilnehmer der Gansabhauet.

Die Gansabhauet ist ein jahrhundertealter Brauch. Dabei werden jeweils zwei tote Gänse vor dem Rathaus aufgehängt. Die Freiwilligen werden in einen roten Mantel und eine Sonnenmaske gekleidet. Die Augen werden ihnen verbunden. So müssen sie versuchen, der Gans in einem Schlag mit dem Säbel den Hals duchzutrennen.

Umrahmt wird die Gansabhauet von alten Spielen für Kinder. So wird beim «Chäszänne» jenes Kind belohnt, das die grässlichste Grimasse zustande bringt. Sackgumpen und Stangenklettern sind weitere Attraktionen für die Kinder. Nach dem Eindunkeln wird zudem ein Lichterumzug durchgeführt.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.