St. Vincent - 20’000 Menschen nach heftigem Vulkanausbruch ohne sauberes Wasser
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St. Vincent20’000 Menschen nach heftigem Vulkanausbruch ohne sauberes Wasser

Der Vulkanausbruch von «La Soufrière» hinterlässt 20’000 Menschen ohne Obdach. Die Bevölkerung verfügt weder über Strom noch sauberes Trinkwasser, wie die UNO am Montag mitteilt.

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Die Karibikinsel St. Vincent ist nach dem Ausbruch des Vulkans La Soufrière von Ascheregen bedeckt worden, nun fehlt es an Wasser und Strom. 

Die Karibikinsel St. Vincent ist nach dem Ausbruch des Vulkans La Soufrière von Ascheregen bedeckt worden, nun fehlt es an Wasser und Strom.

REUTERS
Nach Angaben des örtlichen Katastrophenschutzes stiegen bei der heftigen Eruption am Freitag 6000 Meter hohe Aschewolken in den Himmel, die bis in den Süden der Insel reichten.

Nach Angaben des örtlichen Katastrophenschutzes stiegen bei der heftigen Eruption am Freitag 6000 Meter hohe Aschewolken in den Himmel, die bis in den Süden der Insel reichten.

AFP
Alles ist von weisslicher Asche bedeckt: Strassen, Wohnhäuser, offizielle Gebäude. In einigen Gebieten ist die Sicht durch den Aschesmog extrem eingeschränkt.

Alles ist von weisslicher Asche bedeckt: Strassen, Wohnhäuser, offizielle Gebäude. In einigen Gebieten ist die Sicht durch den Aschesmog extrem eingeschränkt.

AFP

Darum gehts

  • Am Freitag ist auf der Karibikinsel St. Vincent der Vulkan La Soufrière ausgebrochen.

  • Dadurch verloren insgesamt 20’000 Menschen ihr Obdach.

  • Die Bevölkerung verfügt nun weder über Strom noch sauberes Trinkwasser, wie die UNO mitteilt.

Nach dem Ausbruch des Vulkans La Soufrière auf St. Vincent fehlt es der gesamten Bevölkerung der Karibikinsel nach UN-Angaben an sauberem Wasser und Strom. Zudem seien rund 20’000 Menschen obdachlos geworden, erklärte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Montag einer Mitteilung zufolge. Im Norden der Insel, in der Umgebung des Vulkans, hinderten demnach Asche und Lava die meisten Menschen daran, ihrer Arbeit – etwa als Bananenbauern – nachzugehen. Die Vereinten Nationen hätten Vorräte an Wasser und Hygieneartikeln mobilisiert, der Zugang zu St. Vincent sei jedoch eingeschränkt.

La Soufrière war am Freitag ausgebrochen und hatte eine Aschesäule von bis zu zehn Kilometern Höhe ausgestossen. In der Nacht zum Montag gab es zum wiederholten Mal eine «riesige» Explosion, wie das Erdbebenrecherchezentrum UWI auf Trinidad mitteilte. Es kam mit Stand vom Sonntag alle eineinhalb bis drei Stunden am Vulkan zu Erschütterungen, wie das UN-Nothilfebüro Ocha mitteilte. Es sei wahrscheinlich, dass es in den kommenden Tagen weitere Explosionen und Ascheregen in ähnlichem oder grösserem Ausmass als bisher gebe.

Mangel an Wasser und anderen Dingen des Grundbedarfs

St. Vincent, die Hauptinsel des Staates St. Vincent und die Grenadinen, hat etwa 100’000 Einwohner. Gut 3500 Menschen wurden nach UN-Angaben in 85 Notunterkünften aufgenommen. In mehr als der Hälfte der Unterkünfte herrsche allerdings Mangel an Wasser und anderen Dingen des Grundbedarfs.

In weiten Teilen der Insel war am Wochenende starker Ascheregen gefallen. 30 Dörfer wurden laut UN evakuiert. Zwei Kreuzfahrtschiffe wurden eingesetzt, um Bewohner der Gefahrenzone in Sicherheit zu bringen. Andere Karibikländer boten Hilfe an. Aus Venezuela brachte ein Schiff Hilfsgüter.

Der 1178 Meter hohe La Soufrière ist der einzige aktive Vulkan auf St. Vincent. Bei einem Ausbruch waren 1902 etwa 1500 Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt war er 1979 ausgebrochen. Die aktuelle vulkanische Aktivität begann nach Angaben des Katastrophenschutzes im Dezember.

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(DPA/sys)

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