14.09.2020 12:17

Garmisch-Partenkirchen (D)Ganzer Ort ist hässig auf Superspreader-Amerikanerin

Eine in Deutschland wohnhafte Amerikanerin steckte mehrere Dutzend Menschen mit dem Coronavirus an. Der Ärger ist gross, es wird gar eine hohe Busse gefordert.

von
Lucas Orellano
1 / 7
Eine Amerikaner ging in Garmisch-Partenkirchen mit Corona-Symptomen in den Ausgang. 

Eine Amerikaner ging in Garmisch-Partenkirchen mit Corona-Symptomen in den Ausgang.

Instagram
Nach der Party-Nacht erhielt sie das Resultat des Corona-Tests: positiv.

Nach der Party-Nacht erhielt sie das Resultat des Corona-Tests: positiv.

Keystone
Jetzt wurde ein Lockdown im Ort verhängt.

Jetzt wurde ein Lockdown im Ort verhängt.

Keystone

Darum gehts

  • Die Amerikanerin hatte nach den Ferien Krankheitssymptome und liess sich testen.
  • Sie hielt sich aber nicht an die Quarantäneregeln und ging feiern.
  • Nun ist der Ärger in Garmisch-Partenkirchen gross. Bayerns Ministerpräsident rechnet mit einer Busse.

In Garmisch-Partenkirchen ist der Ärger über eine junge Frau gross. Die 26-Jährige soll trotz Symptomen und ausstehendem Corona-Testresultat feiern gegangen sein – und damit eine grosse Anzahl anderer Menschen angesteckt haben. Mindestens 22, wie Landrat Anton Speer gegenüber «Bild» berichtet. «Es ist eine Herkulesaufgabe, alle Kontaktpersonen ausfindig zu machen», so Speer.

Die in Deutschland wohnhafte Amerikanerin sei kurz zuvor von den Ferien in Griechenland zurückgekehrt. «Die Dame hat Symptome gehabt, war bei uns bei der Teststation und wurde aufgrund der Symptome aufgefordert, in Quarantäne zu bleiben. Das hat sie aber nicht getan», so Landratsamts-Sprecher Stephan Scharf gegenüber der «Rheinischen Post».

Gemeinsam mit Kollegen zog die junge Frau um die Häuser, besuchte einen Irish Pub und auch eine Karaoke-Party in der Cocktailbar «Peaches». Am Morgen danach (Mittwoch) trudelte dann das Testergebnis bei ihr ein: positiv. Es ist unklar, ob die 26-Jährige das Coronavirus aus den Ferien zurückbrachte, oder ob sie sich in Deutschland ansteckte.

«Ich bin verärgert über die junge Frau»

Anton Speer

Nun sieht sie sich der öffentlichen Kritik ausgesetzt. «Ich bin verärgert über die junge Frau», sagt Speer zur «Bild». Auch der Irish-Pub-Chef Ian O'Hagan klagt im Gespräch mit der Zeitung: «Das ist eine Katastrophe. Wir haben so hart gekämpft, strengere Hygienekonzepte umgesetzt.» Das vom US-Militär betriebene Hotel «Edelweiss Lodge» bleibt nun 14 Tage völlig geschlossen, weil die Angestellte dort viele Mitarbeiter infiziert hat. Dort soll laut «Bild» vergangene Woche noch ein Konferenz zu den Corona-Maßnahmen der US-Army abgehalten worden sein.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will nun hart durchgreifen: «Gegen so eine Rücksichtslosigkeit sollte ein klares Signal gesetzt werden, dass jeder mit empfindlichen Sanktionen rechnen muss, der in der Pandemie gegen die Regeln verstösst und andere vorsätzlich in Gefahr bringt.»

Schon jetzt drohen drakonische Strafen von bis zu 25’000 Euro wenn man nach einem positiven Corona-Bescheid die behördlich angeordnete Quarantäne bricht. Und: Wer weiss, dass er infiziert ist, kann sogar wegen vorsätzlicher Körperverletzung angezeigt werden. Im Falle einer Verurteilung stehen darauf in Deutschland bis zu 10 Jahre Haft.

Der Ausbruch des Coronavirus hat für die Kleinstadt mit rund 26’000 Einwohnern bereits Konsequenzen. Gaststätten müssen um 22.00 Uhr schliessen, die Versammlungsfreiheit ist beschränkt: Nur noch fünf Menschen dürfen sich gleichzeitig treffen.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
294 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

7711

15.09.2020, 07:49

Nicht nur der spinnenende Virus ist das Problem auch die spinnenden Lügner Koch und co

CB

14.09.2020, 16:00

Badi Aarberg Frau mit Grippesymthomen im Wasser und natürlich keon Abstand. Ich hatte gebeten den Abstand einzuhalten keine Einsicht und wurde anschließend noch mehrmals und Tage danach beleidigt. Badi ist zurzeit halb leer. Saisonende.

Kurtli

14.09.2020, 15:57

Paid Post? Corona Werbung.