Gardisten schwören auf den neuen Papst
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Gardisten schwören auf den neuen Papst

Papst Benedikt XVI. empfängt am Freitag die 30 Rekruten der Schweizergarde zur Privataudienz. Zuvor werden sie ihm Treue und Gehorsam schwören.

Nach dem 26-jährigen Pontifikat von Johnnes Paul II. muss sich die Garde dem neuen Papst anpassen. Die Wahl des neuen Papstes ziehe «grosse Veränderungen nach sich, nicht nur für die Schweizergarde», sagte Gardekommandant Elmar Mäder am Montag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur sda. Die rund hundert Soldaten des Papstes, die zurzeit im Dienst sind, haben alle ihren Eid noch unter Johannes Paul II. geleistet.

«Wir werden sehen, welches die Ansprüche des Papstes im Sicherheitsbereich sind, und uns an sie anpassen», so Mäder. «Benedikt XVI. wird sicher den Kontakt mit den Pilgern suchen, und dies vielleicht in einer anderen Weise als Johannes Paul II.», fügte der 41-jährige St. Galler hinzu.

Die Schweizergarde kennt ihren neuen Arbeitgeber schon aus seiner langjährigen Tätigkeit im Vatikan. «Als Joseph Ratzinger Kardinal war, hatte er seine Wohnung gegenüber unserer Kaserne», erzählte Mäder.

Kleinste Armee der Welt

Von den 30 Rekruten der Schweizergarde sind 25 aus der Deutschschweiz; drei sprechen Französisch und je einer Italienisch und Rätoromanisch. Mit ihnen wird die Garde 110 Männer zählen - die kleinste Armee der Welt.

Die neuen Gardisten werden ihren Treueeid im Hof San Damaso im Palast des Vatikans leisten. Die Vereidigung der Rekruten findet stets am Jahrestag des «Sacco di Roma» statt. Am 6. Mai 1527 liessen 147 Schweizergardisten im Kampf für den Papst das Leben.

Die Schweizergarde besteht seit dem Jahr 1506. Sie wird im kommenden Jahr ihren 500. Geburtstag feiern können.

(sda)

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