Protestaktion: Gartenbauer lassen Blumen aus Abfall blühen
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ProtestaktionGartenbauer lassen Blumen aus Abfall blühen

Thuner und Berner freuten sich am Montag über Blumen im Abfall – andere hatten damit ihre Mühe. Mit der Aktion wollten Gartenbauern auf ihre Arbeitsbedingungen hinweisen.

von
kaf
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In Thun und Bern sprossen am Montagmorgen Blumen aus den Chromstahl-Abfallkübeln.

In Thun und Bern sprossen am Montagmorgen Blumen aus den Chromstahl-Abfallkübeln.

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«Der Gartenbau verdient mehr», steht auf den grünen Klebern daneben.

«Der Gartenbau verdient mehr», steht auf den grünen Klebern daneben.

Leser-Reporter
Mit dieser Aktion wollen Gartenbauer für einen allgemein verbindlichen Gesamtarbeitsvertrag kämpfen.

Mit dieser Aktion wollen Gartenbauer für einen allgemein verbindlichen Gesamtarbeitsvertrag kämpfen.

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Farbige Überraschung für Passanten in Bern und Thun: Aus diversen Chromstahl-Abfallkübeln sprossen ihnen am Montagmorgen Blumen und andere Pflanzen entgegen. «Der Gartenbau verdient mehr», steht auf den grünen Klebern daneben. «Wir wollen mit der Aktion auf unsere Arbeitsbedingungen aufmerksam machen und für einen allgemein verbindlichen Gesamtarbeitsvertrag kämpfen», sagt eine beteiligte Gärtnerin zu 20 Minuten.

Während die Blumen unproblematisch sind und dem einen oder anderen Passanten auch Freude bescheren, sind die Sticker nicht überall gerne gesehen. «Dabei handelt es sich um illegales Plakatieren», sagt Peter Schütz, Polizeiinspektor der Stadt Thun. Beim ersten Mal würden Fehlbare ermahnt und auf rechtliche Konsequenzen aufmerksam gemacht, beim zweitem Mal könne gebüsst und die Reinigungskosten verrechnet werden.

Zumindest in Bern wird die Aktion wohl keine Konsequenzen haben: Dem Tiefbauamt seien keine Kleber gemeldet worden, wie ein Sprecher auf Anfrage sagt.

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