Stadt Zürich: Gartenbeizen sollen länger offen haben dürfen

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Stadt ZürichGartenbeizen sollen länger offen haben dürfen

In Zürich müssen Gartenbeizen um Mitternacht schliessen, egal wie warm und schön die Sommernacht ist. Dies wollen zwei Politiker ändern.

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doz
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Beim Zürcher Stadtparlament wurde ein Postulat eingereicht.

Beim Zürcher Stadtparlament wurde ein Postulat eingereicht.

Keystone/Gaetan Bally
Gartenbeizen soll es erlaubt sein, länger geöffnet zu haben.

Gartenbeizen soll es erlaubt sein, länger geöffnet zu haben.

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Die Regelung heute ist es, dass sie um Mitternacht schliessen müssen.

Die Regelung heute ist es, dass sie um Mitternacht schliessen müssen.

Keystone/Steffen Schmidt

In den warmen Sommermonaten etwas länger im Garten der Beiz sitzen bleiben und noch ein Bier bestellen – das geht nicht in jeder Schweizer Stadt. In Zürich müssen Restaurants beispielsweise um Mitternacht ihre Gärten und Terrassen dicht machen. Ähnliche Regeln gelten in Baden. Dies wollen Andri Silberschmidt, Präsident der Jungfreisinnigen, und Nicole Giger, sozialdemokratische Gemeinderätin, laut CH Media ändern.

Sie haben beim Stadtparlament Zürich ein Postulat eingereicht, das es Gastbetrieben erlauben soll, ihre Terrassen- und Boulevardflächen im Sommer zwei Stunden länger geöffnet zu haben. Im Parlament fand dieser Vorschlag viel Unterstützung.

Mediterrane Wochen

Zum Vorbild genommen haben sich die Politiker Städte wie beispielsweise Thun. Dort gibt es die sogenannten «mediterranen Wochen», während denen Bars ihren Aussenbetrieb bis um halb zwei Uhr nachts weiterführen dürfen. Ähnliches gilt in Bern. Dort dürfen Restaurants auf der Schützenmatte bis zwei Uhr morgens draussen servieren.

Auch in Burgdorf ist das Bedienen an frischer Luft bis um 1.30 Uhr erlaubt. In Winterthur sind es 18 Tage im Jahr, an welchen die Restaurants länger geöffnet haben dürfen und in Chur wird darüber nachgedacht, das nächtliche Alkoholverbot auf der Strasse, das zwischen 0.30 Uhr und 7 Uhr gilt, aufzuheben.

In Zürich regt sich aber auch Widerstand gegen die Liberalisierung des Nachtbetriebs des Gastgewerbes. Der Quartierverein Kreis 1 befürchtet, dass längere Öffnungszeiten zu mehr Lärm, Verschmutzung und Sachbeschädigung führen würden. Dies ist bereits im heissen Juni bemerkbar gewesen, als die Zürcher Stadtpolizei zehn Prozent häufiger wegen Ruhestörung alarmiert wurde, als dies im Vorjahr der Fall war.

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