Aktualisiert 11.06.2008 20:32

Gastfreundliche Basler warten noch auf die Fans

Nur wenige Fans haben Lust auf Basler Bed & Breakfast – obwohl das für beide Seiten eine witzige Sache ist.

von
Xenia Keller

Mehr als 4000 Betten haben die Basler Gastgeber für die Euro-Gäste warm gehalten. Doch viele von ihnen bleiben kalt: Über das offizielle Euro-Portal gab es erst 100 Buchungen. «Das hängt stark von den Nationen ab», so Raphael Wyniger von Basel Tourismus. Er hofft deshalb auf viele Fans in der K.o.-Runde.

Dabei können die Gastgeber, die dann tatsächlich auch Gäste haben, nur Gutes berichten. «Wir hatten ein nettes Ehepaar aus Deutschland», erzählt Alex Klee, der für 120 Franken ein Doppelzimmer anbietet. «Die haben als Flitterwochen ein paar Euro-Städte besucht.» Und der Euro-Besuch von Nationalrätin Anita Lachenmeier ist sogar prominent: Ihre Familie beherbergt den Portugiesen Diogo Cotta, der für DRS 3 die Spiele seines Landes mitkommentiert. Lachenmeiers Tochter Michelle (22) hatte sich beim Radiosender erfolgreich als Gastgeberin für Cotta beworben: «Vielleicht hat ihn unser Biergarten dazu bewogen, uns zu wählen», schmunzelt sie. Inzwischen hat sich Cotta mit seiner Gastfamilie angefreundet: «Ich weiss nicht, ob alle Schweizer so nett sind, aber wenn, dann hat man wirklich Glück hier.» Neben dem obligaten Ausflug ins Bundeshaus fahren die Lachenmeiers heute mit Diogo nach Zermatt.

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