Schweizer EM-Gegner: Gastgeber, Defensiv-Künstler und Minimalisten
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Schweizer EM-GegnerGastgeber, Defensiv-Künstler und Minimalisten

Die Schweiz bekommt es an der EM mit drei sehr unterschiedlichen Gegnern zu tun. Stärkste Kraft sind ganz klar «Les Bleus».

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Diese Teams fahren an die EM 2016 in FrankreichDie Türkei qualifiziert sich als bester Gruppendritter.

Diese Teams fahren an die EM 2016 in FrankreichDie Türkei qualifiziert sich als bester Gruppendritter.

epa/Tolga Bozoglu
Die Slowakei jubelt nach dem 4:2-Sieg in Luxemburg über die erstmalige EM-Teilnahme.

Die Slowakei jubelt nach dem 4:2-Sieg in Luxemburg über die erstmalige EM-Teilnahme.

epa/Julien Warnand
Kroatien profitiert von Norwegens Ausrutscher in Italien und ist dabei.

Kroatien profitiert von Norwegens Ausrutscher in Italien und ist dabei.

AFP/Matthew Mirabelli

Schon zum dritten Mal ist Frankreich EM-Gastgeber. 1984 feierte die «Equipe tricolore» auch dank neun Toren von Spielmacher Michel Platini den ersten internationalen Titel. Unter der Regie von Zinédine Zidane kamen der WM-Triumph 1998 und 2000 ein weiterer EM-Titel hinzu. In den letzten zehn Jahren sorgte die französische Nationalmannschaft aber fast nur noch mit Skandalen wie dem Trainingsstreik 2010 in Südafrika für internationale Schlagzeilen.

In der Heimat ist das Ansehen der «Bleus» in den letzten Monaten wieder gestiegen, auch weil der 2012 als Nationalcoach eingesetzte Didier Deschamps mehr als nur die sportliche Rolle seiner Akteure bewertet. Karim Benzema darf etwa wegen seiner Verwicklung in einen Erpressungsfall nicht an die EM. Deschamps besitzt trotzdem ein starkes und breites Kader, angeführt von Paul Pogba und Antoine Griezmann.

Bilanz gegen die Schweiz:

37 Spiele, 16 Siege, 9 Unentschieden, 12 Niederlagen.

Letztes Spiel am 20. Juni 2014 in Salvador (BRA): Frankreich - Schweiz 5:2.

Rumänien: Die beste Defensive der Qualifikation

Keine Mannschaft hat in der EM-Qualifikation so wenig Tore kassiert wie Rumänien. Nur zweimal musste sich Goalie Ciprian Tatarusanu geschlagen geben. Die Rumänen können nicht wie zu ihren besten Zeiten in den Neunzigerjahren auf Ausnahmekönner zurückgreifen, sondern verlassen sich auf ihre Abwehrstärke. Den bekanntesten Namen hat der Trainer: Anghel Iordanescu ist schon zum dritten Mal rumänischer Nationalcoach.

Der frühere Stürmer betreute die Osteuropäer bereits bei der WM 1994, als sie mit Spielmacher Gheorghe Hagi erst im Viertelfinal nach Penaltyschiessen an Schweden scheiterten. Von den letzten sechs Europameisterschaften verpasste Rumänien nur zwei (2012 und 2004), überstand aber nur 2000 die Gruppenphase.

Bilanz gegen die Schweiz:

12 Spiele, 5 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen.

Letztes Spiel am 30. Mai 2012 in Luzern: Schweiz - Rumänien 0:1.

Albanien: Im 24. Anlauf erfolgreich

Nach 23 verpassten Endrunden-Teilnahmen schaffte Albanien zum ersten Mal die Qualifikation für ein grosses Turnier. Mit zahlreichen in der Schweiz geborenen oder fussballerisch ausgebildeten Spielern liessen die Albaner in der Qualifikation Dänemark und Serbien hinter sich. Seit einigen Jahren ist Albanien in der Qualifikation kein klassischer Punktelieferant mehr, trotzdem kam die Endrunden-Teilnahme überraschend.

In erster Linie verdankt die vom Italiener Gianni De Biasi trainierte Mannschaft den Exploit dem guten Start in die Qualifikation, unter anderem mit dem sensationellen 1:0 in Portugal und dem Forfaitsieg in Serbien nach den Fankrawallen. Für das Ticket benötigte Albanien nur sieben Treffer von sieben verschiedenen Torschützen.

Bilanz gegen die Schweiz:

6 Spiele, 0 Siege, 1 Unentschieden, 5 Niederlagen.

Letztes Spiel am 11. Oktober 2013 in Tirana: Albanien - Schweiz 1:2. (sda)

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