Gastgeber erhalten keinen Zugriff auf Hooligan-Datei
Aktualisiert

Gastgeber erhalten keinen Zugriff auf Hooligan-Datei

Hunderte Berner
bieten während der EM
Betten an. Ob sie auch
Hooligans beherbergen,
dürfen sie aber vorab
nicht erfahren.

Die Euro 08 rückt näher und die Bettenanbieter fragen sich, wen sie sich ins Haus holen. «Hooligans als Gäste wären gar nicht wünschenswert», sagt Klaus Klopfenstein aus Oberwil im Simmental. Ganze 12 Leute wird er während der Fussballmeisterschaft beherbergen. Diese würde er gerne mithilfe der internationalen Hooligan-Datei vorab überprüfen lassen.

Doch der Datenschutz macht besorgten Gastgebern hier einen Strich durch die Rechnung: «Die Daten dürfen nur an die Veranstalter selber rausgegeben werden», so Guido Balmer vom Bundesamt für Polizei. «Privatpersonen kommen nicht an die Daten.» Dies bekam auch Dorette Provoost von der Organisation Bed and Breakfast zu hören, als sie ihren Anbietern eine Überprüfung ermöglichen wollte. «Das ist nicht wirklich befriedigend», kritisiert sie.

Auf eigene Nachforschungen anstatt auf Datenbanken verlässt man sich bei den Jugendherbergen. «Bei Gruppenanfragen überprüfen wir jeweils genau, wen wir uns ins Haus holen», so Sprecher Tobias Thut. Während der Spiele werden zudem in Bern vor den Jugitüren Securitas-Beamte für Ruhe und Ordnung sorgen.

Nina Jecker

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