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Ziviler UngehorsamGastrosuisse distanziert sich von «Wir machen auf»

Ab Montag wollen verschiedene Gastro-Unternehmer trotz Schliessungen ihre Lokale öffnen. Gastrosuisse will mit der Aktion nichts zu tun haben und distanziert sich.

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Gewerbler wollen sich gegen die Corona-Massnahmen wehren.

Gewerbler wollen sich gegen die Corona-Massnahmen wehren.

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Gastrosuisse distanziert sich von der Aktion. 

Gastrosuisse distanziert sich von der Aktion.

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Plan ist es, trotz Lockdown Beizen … (Symbolbild)

Plan ist es, trotz Lockdown Beizen … (Symbolbild)

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Gastrosuisse will nichts mit «Wir machen auf» zu tun haben. Der Branchenverband distanziert sich in einer Medienmitteilung vom Freitag von der für Montag geplanten Aktion. «GastroSuisse hat mit dieser Aktion nichts zu tun und weiss auch nicht, wer dahinter steckt. Solche Aktionen befürwortet GastroSuisse nicht. Für den Branchenverband ist klar, dass man sich an die von Bund und Kantonen verordneten Massnahmen halten soll», so die Verantwortlichen.

Unter dem Hashtag #wirmachenauf organisieren sich derzeit schweizweit Gastronomen und weitere Gewerbler. Sie wollen ihre Lokale und Geschäfte am Montag öffnen, auch wenn die aktuelle Covid-Verordnung dies verbietet. Auf der Webseite wirmachenauf.ch und über den Messenger-Dienst Telegram tauschen sie sich aus, drucken Flyer und erstellen Listen, in welchen Städten wie viele Betriebe öffnen werden. Aufgeführt wird auch, wer Unterstützung zusichert, indem er die Lokale besuchen wird.

Zürcher Gastronomen fordern Entschädigung

75 Zürcher Gastronomiebetriebe fordern den Bundesrat und den Zürcher Regierungsrat zum Handeln auf. Konkret fordern sie eine vollständige Entschädigung für den durch den aktuellen Gastro-Lockdown verursachten Schaden. «Kompensieren Sie in vollem Umfang unsere Mieten, Lohnausfälle (insbesondere auch für Gastronomen in arbeitgeberähnlichen Positionen), Lohnnebenkosten, Energiekosten, den Warenverderb, die Investitionen in Schutzkonzepte etc.», schreibt das Konsortium in einer Medienmitteilung. «Diese Hilfe muss sofort und à fonds perdu erfolgen. Eine weitere
Verschuldung hilft niemandem und führt nur zur Verschleppung von Konkursen.»

(ore)

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