Aktualisiert

GastroSuisse weiter gegen gesetzliches Rauchverbot

Doch kein Gesinnungswandel bei den Schweizer Wirten: GastroSuisse ist entgegen anders lautenden Berichten weiterhin gegen eine gesetzliche Regelung des Passivraucher-Schutzes.

Die GastroSuisse bedauerte am Montag in Zürich, dass eine unklare Kommunikation der Waadtländer Sektion GastroVaud Fehlinterpretationen provoziert und den Eindruck erweckt habe, GastroSuisse habe ihre Meinung in Sachen Rauchen-Nichtrauchen geändert. GastroSuisse stehe weiter dafür ein, dass es keine gesetzliche Regelung brauche, heisst es in einer Mitteilung des Gastgewerbe-Dachverbandes. Die Präsidentenkonferenz sowie der Vorstand als oberstes Führungsgremium von GastroSuisse befassten sich intensiv mit der Problematik und wollten die Frage einer flächendeckenden Passivrauch-Regelung in öffentlichen Räumen unvoreingenommen prüfen. Grundlage dieser Diskussion wäre eine Regelung, die gesellschaftlich akzeptiert sei und von den Gästen mehrheitlich gewünscht werde, aber auch Möglichkeiten biete, den Bedürfnissen einer Minderheit entgegen zu kommen.

GastroSuisse hielt in der Mitteilung fest, eine solche Regelung müsste landesweit ohne jede Ausnahme für alle öffentlich genutzten Räume inklusive Vereins- und Clublokale sowie für die Paragastronomie und die Landwirtschaft gelten. Schliesslich seien auch vernünftige Übergangsfristen und eine Vollzugsregelung nötig, damit der Gastgeber bei Übertretungen nicht verantwortlich sei.

Verbandsintern seien Diskussion und Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen, heisst es weiter. GastroSuisse werde aber noch vor den Sommerferien eine Zusammenfassung ihrer Haltung publizieren. (dapd)

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