Aktualisiert 09.12.2010 07:10

100 000 US-SoldatenGates sieht Fortschritte in Afghanistan

US-Verteidigungsminister Robert Gates hat bei einem Besuch in Afghanistan ein positives Bild der Lage gezeichnet. Die Taliban seien zurückgedrängt worden.

US-Verteidigungsminister Robert Gates (links) an einer Medienkonferenz in Kabul, zusammmen mit Präsident Hamid Karsai (rechts).

US-Verteidigungsminister Robert Gates (links) an einer Medienkonferenz in Kabul, zusammmen mit Präsident Hamid Karsai (rechts).

«Unsere gemeinsamen Anstrengungen zahlen sich aus. Der Fortschritt übertrifft unsere Erwartungen», sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates am Mittwoch in Kabul. Die Taliban kontrollierten wesentlich weniger Territorium als noch vor einem Jahr, meinte Gates, der zuvor US-Truppen im Süden des Landes besucht hatte. Insbesondere lobte Gates an der gemeinsamen Pressekonferenz mit Afghanistans Präsidenten Hamid Karsai die afghanischen Streitkräfte, die verstärkt an der Führung der Operation mitwirkten.

Fast 100 000 US-Soldaten sind derzeit in Afghanistan stationiert. Von Mitte 2011 an soll die Truppenstärke allmählich reduziert und mehr Verantwortung auf die afghanischen Streitkräfte übertragen werden. Für 2014 ist ein vollständiger Rückzug ins Auge gefasst.

Die hohen Verluste der internationalen Truppen in Afghanistan im laufenden Jahr habe man «erwartet», sagte Gates (siehe Info-Box). (sda)

NATO-Soldat getötet

In Südafghanistan ist erneut ein NATO-Soldat ums Leben gekommen. Das Militärbündnis nannte am Donnerstag keine Einzelheiten zum Ort des Zwischenfalls und zur Nationalität des Opfers. Damit wurden in diesem Monat bisher 13 NATO-Soldaten getötet. In diesem Jahr waren es bislang 670 NATO-Angehörigen. 2009 waren 502 NATO-Soldaten ums Leben gekommen. (AP)

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