Vertrag bereit: Gattuso soll Trainer in Palermo werden
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Vertrag bereitGattuso soll Trainer in Palermo werden

Gennaro Gattusos Zeit in der Schweiz läuft ab. Laut italienischen Medienberichten hat der Altstar Pläne als Trainer auf Sizilien.

von
fbu

Vom Regen in die Traufe? Von Sitten nach Palermo? Von Christian Constantin zu Maurizio Zamparini? Gennaro Gattuso will offenbar seine Karriere beenden und nächste Saison Trainer von Palermo in der Serie B werden. Präsident der Sizilianer ist Maurizio Zamparini, ein unberechenbarer Industrieller aus dem Veneto. Und er ist der «Christian Constantin von Italien». Denn in Palermo geniessen die Trainer im Normalfall nur einen Kurzaufenthalt: In Zamparinis elfjähriger Amtszeit wäre Gattuso bereits der 44. Trainer. In der abgelaufenen Saison nahm Zamparini fünf Trainerwechsel vor. Zwei zuvor freigestellte Coaches holte er sogar zurück. Genützt hat es nichts. Palermo stieg in die Serie B ab.

Den Mann für die schnelle Rückkehr in die höchste Spielklasse hat Zamparini gemäss der «Gazzetta dello Sport» offenbar gefunden: Sions Mittelfeldspieler Gennaro Gattuso soll in den nächsten Wochen einen Vertrag über zwei Jahre und für rund 400'000 Euro pro Saison unterzeichnen. Gattuso, selbst ein Süditaliener aus Kalabrien, wird in Palermo einen Neuanfang machen müssen. Das aktuelle Kader ist im Prinzip zu gut und zu teuer für die Serie B. So steht der slowenische Stürmer Josip Ilicic kurz vor einem Wechsel zur Fiorentina. Captain Fabrizio Miccoli wird Palermo verlassen müssen. Ihn kann der Klub in der Serie B nicht bezahlen. Ob die beiden Schweizer Stammspieler Steve von Bergen und Michel Morganella auf Sizilien bleiben, ist ebenfalls höchst ungewiss.

Mässige Erfolgsquote als Spielertrainer

Gattuso hatte im Wallis in diesem Frühling erste Erfahrungen als Trainer sammeln können. Zwischen Ende Februar und Anfang Mai war er während zehn Super-League-Partien Spielertrainer des FC Sion. Die Erfolgsquote blieb bescheiden. Gattuso holte bloss zehn Punkte. Zuletzt war er wieder als Spieler im Kader. Wegen einer Verletzung kam er unter seinem Nachfolger (und Vorgänger) Michel Decastel jedoch nicht zum Einsatz. (fbu/si)

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