U21-Vier-Nationenturnier: Gavranovics Tor brachte Turniersieg
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U21-Vier-NationenturnierGavranovics Tor brachte Turniersieg

Drei Tage nach dem 2:0-Sieg über Deutschlands U20 gewann das Schweizer U21-Nationalteam auch bei der U21 von Österreich. Durch den 2:1-Erfolg in Wiener Neudorf sicherten sich die Schweizer auch den Sieg im prestigeträchtigen Vier-Nationen-Turnier.

Der eingewechselte Mario Gavranovic erzielte in der 94. Minute (Yverdon) nach Vorarbeit von Adilson Tavares (Atlético Sevilla) den goldenen Treffer, nachdem die Österreicher zwei Minuten zuvor noch zum verdienten Ausgleich gekommen waren.

Für die Schweizer U21-Auswahl ging es in Wiener Neudorf nicht nur um die Hauptprobe für die im Juni beginnende EM-Qualifikation gegen die Türkei, Irland, Estland, Armenien und Georgien, sondern auch um den Gesamtsieg gegen die drei Nachbarländer (noch U21 Italien).

Den Erfolg brachte das Team von Pierre-André Schürmann mit einer Charakterleistung noch unter Dach und Fach. «Ich bin froh, dass wir auf den späten Ausgleich zu reagieren vermochten. Dies zeugt von der positiven Mentalität in der Mannschaft. Das Team zeigte eine solide Leistung. Doch wir haben noch viel Arbeit vor uns.» Mängel gebe es noch im Ausdauer-Bereich, weil einige Spieler zu wenig Spielpraxis in ihren Vereinen erhielten.

Bereits in der ersten Hälfte erarbeiteten sich die Schweizer ein deutliches Chancenplus (u.a. zweimal Latte und einmal Pfosten). Der 1:0-Vorsprung zur Pause fiel deshalb viel zu knapp aus. Frank Feltscher hatte in der 43. Minute ein Zuspiel von Daniel Pavlovic zum Torerfolg genutzt; der Bellinzona-Profi traf mit einer Direktabnahme aus rund 15 Metern. In der zweiten Hälfte bestimmten aber die Österreicher das Geschehen, auch wenn sie keine so hochkarätige Möglichkeiten wie die Schweizer verzeichneten.

Im Vergleich zum Schweizer Sieg vom Samstag über die deutsche U20 musste Schürmann auf einigen Positionen aus Kranheits- oder Verletzungsgründen umstellen. Im Schweizer Tor erhielt zudem Kevin Fickentscher (La Chaux-de-Fonds) an Stelle des gegen die Deutschen glänzend disponierten Yann Sommer (Basel) eine Bewährungsmöglichkeit.

Die vom ehemaligen Bremen- und Bayern-Profi Andreas Herzog gecoachten Österreicher vermochten die Schweizer nur wenig in Verlegenheit zu bringen, obschon sie nach fünf Spielen des Vier- Nationen-Turniers als Tabellenzweite angetreten waren. Captain Julian Baumgartlinger von 1860 München und Veli Kavlak von Rapid Wien zählten zu den bekanntesten Gegenspielern der Scheizer. Kavlak stand 2007 als einziger im U20-Team, das die WM in Kanada überraschend auf dem 4. Platz beendet hatte.

(si)

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