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Super Grand PrixGay und Felix glänzen in Stockholm

Das US-Sprint-Duo Tyson Gay und Allyson Felix siegten beim Super Grand Prix in Stockholm dank Windunterstützung in Klassezeiten. Nicht am Start stand Sprint-Dominator Usain Bolt.

Gay erreichte über 100 m bei allerdings zu viel Rückenwind (2,6 m/s) 9,79 Sekunden und liess seinem Landsmann Darvis Patton (9,95) sowie Ex-Weltrekordhalter Asafa Powell (Jam/9,98) keine Chance.

Die Amerikanerin Felix lief die 200 m bei 1,3 m/s Rückenwind in der Jahres-Weltbestzeit von 21,88 Sekunden. Weil Felix zudem den Stadionrekord in der historischen Olympiaarena von 1912 verbesserte, nahm sie einen Diamanten im Wert von 10 000 US-Dollar mit nach Hause. Gay hingegen zog ohne einen Diamanten davon, weil weiterhin Powells 9,86 als Stadionrekord Gültigkeit haben.

Auch Ali Bilal Mansour aus Bahrain eroberte über die selten gelaufenen 1000 m in 2:16,55 die Spitze der Weltrangliste. Über 110 m Hürden untermauerte Olympiasieger Dayron Robles aus Kuba in 13,11 seine Favoritenstellung für Berlin. Es war dies sein zehnter Sieg in diesem Jahr, eine Zeit unter 13 Sekunden fehlt dem Weltrekordhalter jedoch noch.

Nur mässige 44,83 Sekunden erzielte Weltmeister Jeremy Wariner (USA) über 400 m. Da waren Andreas Thorkildsens (No) 86,85 m mit dem Speer wertvoller. Auch die Siegerzeit im Hürdensprint der Frauen durch die Kanadierin Priscilla Lopes-Schliep von 12,51 Sekunden ist hoch einzustufen. Lopes-Schliep senkte ihren persönlichen Bestwert und verwies zugleich die für Berlin nicht qualifizierte Lolo Jones (USA) um einen Hundertstel auf Rang 2.

Bereits am Donnerstag hatte der polnische Olympiasieger Tomasz Majewski mit der Jahres-Weltbestleistung von 21,95 m den vorgezogenen Kugelstoss-Wettkampf in der Innenstadt von Stockholm gewonnen.

Aufhorchen liess ein Resultat von der südlichen Halbkugel. Die bis anhin unbekannte Südafrikanerin Caster Semenya lief die 800 m in der Jahres-Weltbestzeit von 1:56,72.

Freitag. Stockholm. Super Grand Prix.

Männer. 100 m (RW 2,6 m/s): 1. Tyson Gay (USA) 9,79. 2. Darvis Patton (USA) 9,95. 3. Asafa Powell (Jam) 9,98. - 400 m: 1. Jeremy Wariner (USA) 44,83.- 1000 m: 1. Belal Mansoor Ali (Bahrain) 2:16,55 (JWB). - 110 m Hürden (RW 0,3 m/s): 1. Dayron Robles (Kuba) 13,11. - Hoch: 1. Jesse Williams (USA) 2,30. 2. Jaroslaw Ribakow (Russ) 2,30. - Speer: 1. Andreas Thorkildsen (No) 86,85.

Frauen. 200 m (RW 1,3 m/s): 1. Allyson Felix (USA) 21,88 (JWB). 2. Debbie Ferguson (Bah) 22,23. 3. Kerron Stewart (Jam) 22,72. - 400 m: 1. Shericka Williams (Jam) 50,63. - 1500 m: 1. Christin Wurth-Thomas (USA) 4:03,01. - 5000 m: 1. Jennifer Barringer (USA) 15:05,25. - 100 m Hürden (RW 0,9 m/s): 1. Priscilla Lopes-Schliep (Ka) 12,51. 2. Lolo Jones (USA) 12,52. 3. Brigitte Foster-Hylton (Jam) 12,57. - Weit: 1. Jelena Sokolowa (Russ) 6,84. 2. Ksenija Balta (Est) 6,82. 3. Brittney Reese (USA) 6,81.

Bambous (Mauritius). Int. Meeting.

Frauen. 800 m: 1. Caster Semenya (SA) 1:56,72 (JWB).

Leverkusen (De). Int. Meeting.

Frauen. Stab: 1. Silke Spiegelburg (De) 4,70. - Weit: 1. Karin Mey (Tür) 6,87. - Speer: 1. Steffi Nerius (De) 66,82.

(si)

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