Attacke auf Hilfsflotte: Gaza-Aktivisten werden abgeschoben
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Attacke auf HilfsflotteGaza-Aktivisten werden abgeschoben

Zwei Tage nach dem Militäreinsatz gegen die internationale Hilfsflotte für den Gazastreifen hat Israel mit der Abschiebung der mehr als 600 festgenommenen Ausländer begonnen.

Gaza-Aktivisten freuen sich über die Ankunft in Jordanien.

Gaza-Aktivisten freuen sich über die Ankunft in Jordanien.

Eine erste Gruppe wurde am Mittwochmorgen in Bussen zum internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv gebracht. Weitere 124 Aktivisten wurden zur Allenby-Brücke, dem Grenzübergang zu Jordanien, begleitet. Die Brücke steht unter israelischer Kontrolle und verbindet das Westjordanland mit Jordanien. Bei diesen Abgeschobenen handelt es sich um Muslime aus Ländern, mit denen Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhält.

Rund 50 Aktivisten hatten bereits am Montag freiwillig Israel verlassen. Die anderen wurden vorübergehend im Ela-Gefängnis von Beerscheva in der Negev-Wüste festgehalten.

Hilfsflotte: Zweites Video der Armee

Die israelische Regierung hatte unter massivem internationalen Druck am Montagabend angekündigt, dass die inhaftierten Aktivisten des internationalen Gaza-Hilfskonvois freigelassen würden.

Der israelische Militäreinsatz gegen den Schiffskonvoi, bei dem am Montag mindestens neun Aktivisten getötet wurden, ist international auf scharfe Kritik gestossen. Israel wies die Kritik zurück. (dapd)

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