Nahost: Gaza-Hilfsflotte mit Schweizern geplant
Aktualisiert

NahostGaza-Hilfsflotte mit Schweizern geplant

Eine Genfer Nichtregierungs-Organisation will sich nächsten Frühling mit einem Schiff nach Gaza aufmachen. Die Rekrutierung von Teilnehmern verlaufe sehr erfolgreich.

Ende September versuchten neun jüdische Aktivisten, die israelische Seeblockade vor dem Gaza-Streifen zu durchbrechen. Im nächsten Frühling will auch eine Schweizer Organisation per Schiff das besetzte Gebiet erreichen.

Ende September versuchten neun jüdische Aktivisten, die israelische Seeblockade vor dem Gaza-Streifen zu durchbrechen. Im nächsten Frühling will auch eine Schweizer Organisation per Schiff das besetzte Gebiet erreichen.

Im nächsten Frühling soll eine weitere Hilfsflotte in Richtung Gaza in See stechen. Dies kündigte eine Koalition am Montag in Genf an. Ein mit Schweizern besetztes Schiff soll Teil der Expedition sein.

Die neue Solidaritätsflotte soll Schiffe aus 17 Ländern umfassen, wie die Koalition in einer Mitteilung bekannt gab. Die Schweizer wollen daran mit einem Schiff teilnehmen, welches rund 45 Personen transportieren kann, wie Nathan Finkelstein von dem in Genf ansässigen Collectif Urgence Palestine auf Anfrage sagte.

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Parlamentarier, Journalisten und Zivilisten

Die Liste der teilnehmenden Schweizer ist noch nicht vollständig. Die Organisatoren möchten, dass ein Drittel der Teilnehmenden aus Parlamentariern, ein Drittel aus Journalisten und ein Drittel Zivilpersonen besteht. Die Rekrutierung sei auf gutem Weg. Es lägen zehnmal so viel Anfragen vor wie Plätze vorhanden sind, sagte Finkelstein.

Israelische Einheiten hatten am 31. Mai eine aus sechs Schiffen bestehende Gaza-Solidaritätsflotte mit Hilfsgütern an Bord gewaltsam gestoppt. Die Militäraktion, bei der neun Türken getötet wurden, hatte international einen Sturm der Entrüstung und eine diplomatische Krise zwischen Israel und der Türkei ausgelöst.

(sda)

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