Gaza: Israel lässt Truppen aufmarschieren
Aktualisiert

Gaza: Israel lässt Truppen aufmarschieren

Die Palästinenser, die am Sonntag einen israelischen Soldaten entführt hatten, verlangten die Freilassung palästinensischer Gefangener. Israel schliesst einen Tauschhandel aus und bereitet eine Offensive vor.

Gegenwärtig handle es sich um «allgemeine Vorbereitungen», sagte der Sprecher. Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hatte nach einem tödlichen Angriff militanter Palästinenser auf einen israelischen Grenzposten mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht, die eine «schmerzhaft sein könnten». Laut dem Schweizer Fernsehen, gibt Olmert den palästinensischen Extremisten 48 Stunden Zeit, um den Gefangenen frei zu lassen.

«Kein Geschenk an Europäer»

Die Entführer des israelischen Soldaten, der im Gazastreifen festgehalten wird, fordern die Freilassung palästinensischer Gefangener im Austausch für den 19-Jährigen.

Ein Sprecher der bislang unbekannten Gruppierung «Islamische Armee», die an der Entführung beteiligt war, sagte am Montag vor Journalisten in Gaza, der Soldat werde «nicht als Geschenk an die Europäer oder Araber» übergeben. Olmert hat die Freilassung palästinensischer Häftlinge in einem Austausch ausgeschlossen.

Bei Entführten handelt es sich nach Angaben von Diplomaten um einen Bürger Frankreichs. Die Regierung in Paris bemühe sich um seine Freilassung, erklärte eine Sprecherin der französischen Botschaft am Montag in Tel Aviv.

Der 19-jährige Gilad Schalit aus einer Ortschaft auf den Golanhöhen sei verletzt. Es war das erste Mal seit 1994, dass militanten Palästinensern die Entführung eines israelischen Soldaten gelang. (sda)

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