Preisforderung hochgeschraubt: Gazprom lässt Gas-Streit mit der Ukraine eskalieren
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Preisforderung hochgeschraubtGazprom lässt Gas-Streit mit der Ukraine eskalieren

Im Gas-Streit zwischen Russland und der Ukraine hat der russische Monopolist Gazprom die Ukraine aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Allerdings hat das Unternehmen seine Preisforderung massiv erhöht.

Vor dem Abschluss eines neuen Liefervertrags müsse aber über die Tilgung von Schulden gesprochen werden. Das ukrainische Unternehmen Naftogas habe aus dem vergangenen Jahr noch 614 Millionen US-Dollar Schulden in Russland, sagte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow am Sonntag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. Ein Sprecher von Naftogas hatte am Wochenende erklärt, Kiew habe seine Schulden in Moskau für 2008 bezahlt.

Gazprom erhöhte gleichzeitig seine Forderungen für künftige Lieferungen an die Ukraine drastisch. Das Unternehmen verlange ab sofort 450 Dollar für 1000 Kubikmeter Gas, sagte Vorstandschef Alexej Miller.

Bevor die Verhandlungen an Silvester abgebrochen worden waren, hatte Russland noch von 250 Dollar je 1000 Kubikmeter gesprochen. Danach schraubte Gazprom das Angebot auf 418 Dollar. 2008 hatte die Ukraine das Gas für 179,5 Dollar erhalten. Künftig will Kiew maximal 210 Dollar dafür zahlen.

Russland pumpt 80 Prozent seiner Lieferungen nach Westeuropa durch das Nachbarland. Naftogaz hatte vor kurzem angekündigt, bei einer Preiserhöhung seinerseits die Gebühren für Transit zu erhöhen. (sda)

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