Gazza: «Bringt mir kein Steak, nur das Messer!»
Aktualisiert

Gazza: «Bringt mir kein Steak, nur das Messer!»

Neues aus dem bizarren Leben von Paul Gascoigne. Der tief gefallene englische Fussballheld soll versucht haben, sich in einem Londoner Hotel das Leben zu nehmen.

Die «BBC» spricht vornehm von einem «Zwischenfall», zu dem die Polizei am Sonntag gerufen worden sei. Voll ins Detail hingegen geht das Revolverblatt «The Sun». Es berichtet ausführlich über «Gazzas» bizarres Wochenende in London, das mit einem Selbstmordversuch geendet habe. Am Samstag habe er sich in einem Coiffeursalon seine blonden Haare rot färben lassen. Weil ihm die neue Farbe anscheinend nicht gefiel, liess er sich kurz darauf kahl scheren – Britney Spears lässt grüssen.

Nachdem Gascoigne in einem Hotel den Feueralarm ausgelöst habe, weil er in seinem Zimmer geraucht hatte, und in einem weiteren Kokain verlangt habe, checkte er gemäss «The Sun» am Sonntag um die Mittagszeit im Millenium Hotel ein. Er habe eine Flasche Gin bei sich gehabt und betrunken gewirkt. Von seinem Zimmer aus habe er telefonisch ein Steak geordert. Kurz darauf habe er die Bestellung annulliert und verlangt, man solle ihm «nur das Messer bringen».

Nackt in der Badewanne

Das Hotelpersonal habe sich geweigert, aus Angst um Gascoignes Sicherheit, und sich schliesslich entschlossen, die Polizei zu rufen, berichtet «The Sun» weiter mit Berufung auf einen Insider. Diese habe den einstigen Wunderknaben des englischen Fussballs nackt in der Badewanne seines Zimmers gefunden, die Wasserhähne aufgedreht. Wenn er sich nicht die Handgelenke aufschlitzen könne, wolle er sich ersäufen, habe «Gazza» gesagt. Die Polizisten hätten ihn aus der Wanne gezogen und in ein Spital gebracht. Nach Angaben von Scotland Yard soll der Vorfall nicht weiter verfolgt werden, da kein Verbrechen vorliege.

Bereits im Februar war Paul Gascoigne nach tagelangem Konsum von Alkohol und Drogen in die Psychiatrie eingeliefert worden. Anfang April hatte er einen Taxifahrer, der ihn von Newcastle nach Birmingham gefahren hatte, um den Fahrpreis von rund 800 Franken geprellt. Gemäss «The Sun» hat er diese Rechnung inzwischen beglichen.

(pbl)

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