Aktualisiert 15.02.2011 08:49

Zu teuer und zu grossGC-Abgang immer wahrscheinlicher

Die Grasshoppers werden die nächste Saison wohl nicht im Letzigrund spielen. Die Verhandlungen konzentrieren sich derzeit auf Aarau und Emmenbrücke.

GC und der Letzigrund: Irgendwie hat's doch nie gepasst. (Bild: Keystone)

GC und der Letzigrund: Irgendwie hat's doch nie gepasst. (Bild: Keystone)

Im Communiqué der Zürcher heisst es, der «Zentralvorstand des Grasshopper Club Zürich und der Verwaltungsrat der Neue Grasshopper Fussball AG bedauern den negativen Entscheid und die unflexible Haltung der Stadt Zürich». Auch, was eine (abgelehnte) Beteiligung der Stadt am in Dielsdorf-Niederhasli gebauten GC-Campus angeht, zeigte sich GC enttäuscht.

Andres Iten, Präsident des GC-Zentralvorstandes: «Die Stadt lässt uns mit ihrem Entscheid keine Wahl. Der GC gehört zur Stadt Zürich wie das Sechseläuten. Aber die Stadionsituation in der Stadt Zürich ist eine Katastrophe und eine Lösung nach wie vor nicht in Sicht. Aufgrund der unendlichen Verzögerungen beim neuen Stadion Hardturm hätten wir von der Stadt eine flexiblere Haltung erwartet.»

Drei Franken Verlust pro Zuschauer

Der Mietvertrag der Grasshoppers für das Stadion Letzigrund läuft seit 2010 und hätte noch bis im Sommer 2013 Gültigkeit. GC, so die Rechnung, müsste der Stadt Zürich als Betreiberin des Stadions jährlich gegen drei Millionen Franken bezahlen.

Urs Linsi, der Präsident der Neue Grasshopper Fussball AG, rechnete vor, pro Heimspiel-Zuschauer im Letzigrund würden die Grasshoppers drei Franken Verlust machen. Im Communiqué sagte der neue starke Mann beim Rekordmeister: «Offensichtlich ist die Stadt Zürich nicht daran interessiert, dass einer der traditionsreichsten Sportclubs der Schweiz hier weiterhin seine Heimspiele austrägt.»

Wie üblich in solchen Fällen lässt der genaue Wortlaut des GC-Communiqués einigen Interpretationsspielraum. «Die Verhandlungen des Clubs für die Heimspiele in der kommenden Saison konzentrieren sich derzeit auf die Standorte Aarau und Emmenbrücke», heisst es zum Beispiel. Oder: «GC plant ohne Letzigrund.» Das bedeutet, dass weder die Verhandlungen noch der Standort Letzigrund endgültig gestorben sind. Das letzte Wörtchen ist noch nicht gesprochen. (si)

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