Rüti ZH: GC-Fans für Spray-Orgie verurteilt
Aktualisiert

Rüti ZHGC-Fans für Spray-Orgie verurteilt

Drei junge GC-Fans haben auf einer Sprayertour in Volketswil und im Zürcher Unterland diverse Fassaden und Liegenschaft für 45000 Franken beschädigt. Nun wurde das geständige Trio zu bedingten Geld- und Freiheitsstrafen bis zu 13 Monaten verurteilt.

von
Attila Szenogrady

Die Vorwürfe gingen auf den Frühling und Spätherbst 2007 zurück. Damals haben drei fanatische Anhänger des Zürcher Fussballclubs Grasshoppers zu Spraydosen gegriffen und zur Nachtzeit massive Sachbeschädigungen in Volketswil und im Zürcher Unterland angerichtet. Die Anklageschrift schilderte, wie das Trio in den Gemeinden Regensdorf, Niederhasli und Dielsdorf und vor allem in Volketswil diverse Liegenschaften, Hausmauern, Lichtsignalanlagen und Postgebäude nicht nur besprayten, sondern auch mit Klebebildern verunstalteten.

Sachschaden für rund 45 000 Franken

Den Tätern ging es dabei, Propaganda für den Fussballclub Grasshoppers zu verbreiten. Andererseits verunglimpften sie den Stadtrivalen FC Zürich mit Slogans wie «FCZ MERDA» oder «Oi oi oi! Oi,oi, oi!, FCZ mir hassed au eu!». Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl bezifferte den gesamten Sachschaden auf rund 45 000 Franken.

Die drei inzwischen ausfindig gemachten Fussball-Fans aus Rüti (ZH) und Zürich mussten sich am Dienstag wegen mehrfacher Sachbeschädigung und weiteren Nebendelikten vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Die drei Schweizer Mittzwanziger mussten mit bedingen Freiheitsstrafen von zwölf, 13 und 14 Monaten rechnen.

Geständig ja, aber Höhe der Sachschäden bestritten

Vor Gericht zeigten sich die Angeschuldigten grundsätzlich geständig und sprachen von einer schwierigen Lebensphase. Hingegen stellten die Verteidiger die geltend gemachte Höhe der Sachschäden in Abrede und setzten sich für erheblich mildere Strafen ein.

Das Gericht folgte teilweise den Rechtsanwälten, kam aber grundsätzlich zu Schuldsprüchen. Die höchste Strafe von 13 Monaten Freiheitsentzug bedingt kassiert der jüngste Beschuldigte. Allerdings wurde er wegen der aktiven Teilnahme an einem Krawall nach einem Fussballspiel zusätzlich wegen Landfriedensbruchs verurteilt. Die beiden weiteren Angeklagten erhielten bedingte Geldstrafen von 300 Tagessätzen zu 120 Franken sowie 150 Tagessätzen zu 70 Franken.

Die meisten finanziellen Forderungen der Geschädigten wurden auf den Zivilweg verwiesen.

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