Facebook-Aktion: GC-Fans wollen, dass Fetscherin im Club bleibt
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Facebook-AktionGC-Fans wollen, dass Fetscherin im Club bleibt

Auf Facebook solidarisieren sich die GC-Fans mit Adrian Fetscherin. Der Medien- und Marketingchef, der wegen Differenzen mit der Clubleitung gekündigt hat, ist gerührt.

von
rom

Dass sich Fussballfans für den Verbleib eines Spielers oder eines Präsidenten im Club einsetzen, ist nicht aussergewöhnlich. Dass sie den Kommunikations- und Marketingverantwortlichen behalten wollen, hingegen schon. So geschieht es zurzeit bei GC, wo Adrian Fetscherin wie bereits bekannt seinen Job per Ende April gekündigt hat. Über 1500 Fans likten innert kurzer Zeit die neue Facebook-Seite «Adrian Fetscherin für GCZ» und schrieben Dinge wie «Lieber Adrian, überleg Dir das bitte nochmals mit der Kündigung. GC und wir Fans brauchen Dich» oder «Hoffe, dass er bleibt. Kann mir GC ohne ihn nicht vorstellen.»

Fetscherin selber zeigt sich «gerührt» darüber: «Es bedeutet mir unglaublich viel und zeigt, dass wir mit GC den richtigen Weg eingeschlagen haben.» Zwar arbeitet er erst seit eineinhalb Jahren für GC – in dieser Zeit schaffte es der 39-Jährige aber, dass man den Club wieder in der Öffentlichkeit wahrnimmt. Für Aufsehen sorgte beispielsweise seine Riesen-Shirt-Aktion vor dem Opernhaus und Sihlcity, wo militante FCZ-Fans das eine Shirt stahlen. Ebenfalls viel beachtet war das Penaltyschiessen mit Goalie Roman Bürki auf dem Dach des Renaissance-Hotels. «Vorher verschanzte sich der Club in Niederhasli und hatte mit den Fans kaum mehr etwas zu tun», sagt Fetscherin.

500 E-Mails erhalten

Doch auch wenn die Fans ihn behalten wollen – ein Rückzug der Kündigung steht für Fetscherin ausser Frage. Da ändern auch die über 500 E-Mails, die er in den letzten Tagen erhalten hat, nichts. «Ich würde mich unglaubwürdig machen.» Schliesslich hat er die Kündigung Ende Januar mit dem «fehlenden Vertrauen in die aktuelle Clubführung und anderen Vorstellungen, wie man den Verein positionieren muss» begründet. Eine Aussage, die üblicherweise für eine fristlose Entlassung sorgen würde. Fetscherin betont: «Ich werde mich bis zum letzten Tag voll für GC einsetzen.»

Was er danach beruflich in Angriff nehmen wird, ist noch offen: «Es haben sich mehrere Unternehmen, aber auch andere Clubs aus dem Fussball und Eishockey gemeldet», sagt Fetscherin – weiter will er sich nicht dazu äussern. Vor seinem Engagement bei GC hätte Fetscherin Geschäftsführer der Kloten Flyers werden sollen. Noch vor dem Stellenantritt stieg er allerdings aus – wegen massiven finanziellen Problemen des Clubs. Sicher ist zudem: den FCZ als künftigen Arbeitgeber kann man ausschliessen. «Das wäre für mich unvorstellbar – meine Fussballliebe ist ganz klar GC.» Für die so grosse Bekundung der GC-Fans möchte er sich denn auch gebührend bedanken: «Ich lasse mir was einfallen.»

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