Hardturm-Abstimmung: GC-Fans wollen Stadiongegnern Gartenkisten schenken
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Hardturm-AbstimmungGC-Fans wollen Stadiongegnern Gartenkisten schenken

Drei GC-Fans sammeln Geld für Urban-Gardening-Kisten, die später auf dem neuen Hardturm-Areal aufgestellt werden sollen.

von
Thomas Mathis
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Geht es nach drei GC-Fans sollen Urban-Gardening-Kisten das neue Hardturm-Areal dereinst aufwerten.

Geht es nach drei GC-Fans sollen Urban-Gardening-Kisten das neue Hardturm-Areal dereinst aufwerten.

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Im September stimmt die Stadtzürcher Bevölkerung über das Hardturm-Stadion ab.

Im September stimmt die Stadtzürcher Bevölkerung über das Hardturm-Stadion ab.

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Nach dem Ja zum Fussball-Stadion im November 2018 hatten FCZ-Präsident Ancillo Canepa (links) und Ex-GC-Präsident Stephan Anliker gejubelt.

Nach dem Ja zum Fussball-Stadion im November 2018 hatten FCZ-Präsident Ancillo Canepa (links) und Ex-GC-Präsident Stephan Anliker gejubelt.

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Darum gehts

  • Drei GC-Fans wollen einen Teil der Stadionbrache ins neue Hardturm-Projekt einbringen.
  • Sie sammeln Geld für Urban-Gardening-Kisten, die später auf dem neuen Areal den derzeitigen Garten ersetzen sollen.
  • Die Stadiongegner finden das Angebot sympathisch.

Dort, wo früher das Hardturmstadion stand, ist heute eine Brache. Anwohner nutzen einen Teil des Areals als Garten. Mit dem geplanten Neubauprojekt «Ensemble», über das die Stadtzürcher am 27. September abstimmen werden, verschwindet dieser Garten. Gleichzeitig gibt es Kritik am Projekt wegen Klimafragen. Das hat drei GC-Fans auf eine Idee gebracht.

«Wir können den Umweltthemen etwas abgewinnen und wollen auf die Gegner zugehen», sagt Initiant Lukas Krebs. Deshalb sammeln sie unter dem Motto «Wir schenken euch einen Garten, ihr gebt uns den Hardturm zurück» nun Spenden für Urban-Gardening-Hochbeete. «So können die Anwohner auch in Zukunft auf dem Areal gärtnern. Von der Brache bleibt etwas bestehen.» Eine Kiste soll zwischen 200 und 250 Franken kosten. Die Aktion startet am Mittwoch auf Fussballgarten.ch.

Idee findet Anklang

Die IG Freiräume findet das Angebot sympathisch. «Wir würden das Geschenk sehr gern annehmen», sagt Sprecherin Erika Haltiner auf Anfrage. Primär gehe es jedoch nicht um Urban Gardening und Gartenkisten, sondern um die Versiegelung des Areals und die beiden Hochhäuser. Beides stelle ein klimatisches Problem dar.

Auch bei den Projektverantwortlichen findet die Idee Anklang. «Es freut uns, dass sich individuelle Gruppierungen sich für das Stadion einsetzen», sagt Markus Spillmann, Sprecher des Projektteams «Ensemble». Man habe bereits abgeklärt, ob das realisierbar sei. «Es gibt auf dem Areal Orte, an denen solche Kisten für Urban Gardening aufgestellt werden können.»

Stadion-Abstimmung

Die Stadtzürcher stimmen am 27. September über das neue Hardturmstadion ab. Bereits im November 2018 hat das Stimmvolk mit knapp 54 Prozent Ja zum Projekt «Ensemble» gesagt. Die IG Freiräume ergriff das Referendum gegen den privaten Gestaltungsplan. Inhaltlich hat sich am Projekt nichts geändert.

Die Kernbotschaft der Stadionbefürworter lautet «Ein Ja ist ein Ja». Nur mit einem Ja erhalte Zürich ein vollwertiges Fussballstadion und dringend benötigten Wohnraum. Die Stadiongegner dagegen kämpfen für eine soziale und klimaangepasste Entwicklung des Hardturm-Areals. Die Bevölkerung habe die Chance, eine weitere Fehlplanung zu verhindern.

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