Super League: GC gewinnt gegen dezimiertes St. Gallen 2:1
Aktualisiert

Super LeagueGC gewinnt gegen dezimiertes St. Gallen 2:1

Der FC St. Gallen unterliegt den Hoppers nach hartem Kampf in Unterzahl 1:2. GC ist der zweite Platz nicht mehr zu nehmen und spielt nächste Saison in der Cl-Qualifikation.

Aufsteiger St. Gallen stellt das zweitstärkste Heimteam. GC aber die beste Auswärtsmannschaft. Und diesem Fakt wurden die Zürcher in St. Gallen gerecht. Sie gewannen 2:1 und sicherten sich endgültig die Qualifikation für die Champions League.

Ein Traumtor von Dejan Janjatovic in der 8. Minute aus 20 Metern ins Lattenkreuz lancierte eine intensive und packende Partie. Cupsieger GC vermochte zu reagieren, steigerte Tempo und Druck und gelangte in der 40. Minute durch Izet Hajrovic mittels Foulpenalty zum verdienten 1:1-Ausgleich. «Sünder» Stéphane Besle verfehlte den Ball nicht aber Steven Zuber, den er zu Fall brachte. Der Abwehrchef der Ostschweizer erhielt zurecht die gelbe Karte, und weil es schon seine zweite im offenenen Schlagabtausch war, wurde er des Platzes verwiesen. Sofort reagierte St. Gallens Trainer Jeff Saibene. Er nahm Stürmer Mikael Ishak vom Rasen und beorderte Innenverteidiger Ilija Ivic ins Team.

Kartenfestival in der AFG-Arena

Alle Massnahmen und Umstellungen nützten St. Gallen in der zweiten Halbzeit nichts. Nach Abrashis 1:2 (52.) standen die quirligen Hoppers, die vor allem über die Flanken (Hajrovic, Zuber) dem dritten Tor näher als der Aufsteiger dem Ausgleich. Schwach war im Spitzenspiel einzig Schiedsrichter Bieri, der neunmal gelb und gegen Besle sogar die rote Karte zog.

Die beiden Überraschungteams der Saison zeigten den 18'360 Zuschauern in der fast ausverkauften AFG-Arena begeisternden Angriffsfussball. St. Gallen, das erstmals mit Ermir Lenjani von Beginn weg und letztmals mit dem zu Sion ziehenden Pa Modou Jagne antrat, trat unbeschwert auf und liess bald nicht nur den «Espen-Block» vor Begeisterung hüpfen. Janjatovics zweites Saisontor verdient das Attribut «Extraklasse». Ein Konter mit vier gegen zwei Gegenspier hätte gar zum 2:0 führen können, und Sekunden vor der Pause vergab Torschützenkönig Scarione freistehend.

Erst die dritte Heimniederlage für St. Gallen

Nach dem St. Galler Anfangsfurioso setzte GC aber zu. Bestens organisiert und hartnäckig im Zweikampf und Pressing, kippte das Spiel. Die Zürcher zogen ein gepflegtes und variationenreiches Kombinationsspiel auf und bedienten ihre schnellen Offensivspieler mit idealen Zuspielen in den Raum. Nur die Effizienz liess Wünsche offen. Vorerst waren es Weitschüsse (Hajrovic, Lang), die den starken St. Gallen-Torhüter Daniel Lopar beschäftigten, dann traf der kleine Abrashi mit einem gezielten Flachschuss (52.). Die Entscheidung war gefallen, die dritte Heimniederlage des FC St. Gallen Tatsache.

FCZ - Thun: Forsetzung der FCZ-Hausse

Im letzten Heimspiel der Saison dominierte der nicht aufzuhaltende FCZ auch den zuvor dreimal verlustpunktlosen FC Thun. Gavranovic (51.) und Chermiti (83.) verlängerten die Festspiele des Euro-League-Teilnehmers mit ihren Treffern vor über 9000 Anhängern.

Auch gegen die zuletzt ebenso überzeugenden Berner Oberländer rückte der FCZ nicht von seiner Erfolgslinie ab. Nach einer für Zürcher Verhältnisse ziemlich unspektakulären ersten Hälfte verschärften die Gastgeber das Tempo und ebneten das Terrain zum fünften Sieg in Serie.

Bestes Team der Rückrunde

In der 51. Minute rückte Mario Gavranovic erstmals ins Zentrum. Der Stürmer, der am Samstag in einer Woche gute Chancen besitzt, in der WM-Ausscheidung gegen Zypern zur Schweizer Startformation zu gehören, verwertete eine smarte Vorlage Chermitis souverän zum achten Saisontor. Beim zweiten Treffer spielte der Tunesier solo die Hauptrolle.

Zürich ist in der Rückrunde weiterhin nicht zu stoppen. Seit dem 1:3 beim «Alex-Frei-Festspiel» in Basel büsste die beste Equipe der Rückrunde (38 Punkte in 17 Spielen) in acht Runden nur zwei Punkte ein. Das Torverhältnis von 21:6 ist das Dokument zur fabelhaften Periode.

Sion verlor zum fünften Mal in Folge

Der FC Luzern kam im letzten Heimspiel der Saison zu einem ungefährdeten 2:0 gegen den FC Sion.

Obwohl es für die Innerschweizer nach dem gesicherten Ligaerhalt um nichts mehr ging und Sion immerhin noch um einen Platz in der Europa League spielt, dominierte der Gastgeber die Partie vor 11'724 Zuschauern mit Leichtigkeit. Die Treffer von Daniel Gygax nach 17 und 84 Minuten waren eigentlich ein zu knapper Lohn. Vor allem der zweifache Torschütze vergab einige gute Möglichkeiten.

Sion erneut desolat

Der FC Sion trat derweil so auf, wie er es in den letzten Wochen immer getan hat: unmotiviert und uninspiriert. Erst nach einer guten Stunde sorgte Ousama Darragi dafür, dass sich FCL-Keeper David Zibung strecken musste. Darragi war es auch der vor drei Wochen das letzte Sittener Tor in der Super League erzielt hatte. Das war vor 466 Minuten. Seither hat Sion fünfmal zu null verloren.

Super League, 35. Runde

St. Gallen - Grasshoppers 1:2 (1:1) AFG-Arena.

18'360 Zuschauer. - SR Bieri.

Tore: 8. Janjatovic (Scarione) 1:0. 40. Hajrovic (Foulpenalty) 1:1. 52. Abrashi (Bauer) 1:2.

St. Gallen: Lopar; Mutsch, Besle, Stocklasa, Pa Modou; Nater (68. Cavusevic), Janjatovic; Martic, Scarione, Lenjani (56. Mathys); Ishak (41. Ivic).

Grasshoppers: Bürki; Lang, Vilotic, Grichting, Bauer; Abrashi (72. Feltscher), Salatic; Hajrovic, Gashi (84. Brahimi), Zuber; Anatole.

Bemerkungen: St. Gallen ohne Montandon, Nushi, Wüthrich, Etoundi und Lehmann (alle verletzt), Manuel Sutter und Kovacevic (nicht im Aufgebot). GC ohne Pavlovic, Toko und Taulant Xhaka (alle verletzt) und Ben Khalifa (krank). 40. Gelb-Rote Karte für Besle (Foul).

Verwarnungen: 22. Mutsch (Foul), 28. Anatole (Foul) und Besle (Reklamieren). 51. Nater (Reklamieren). 52. Scarione (Reklamieren). 53. Hajrovic (Foul). 59. Vilotic (Foul), 75. Lang (Foul).

Zürich - Thun 2:0 (0:0) Letzigrund.

9219 Zuschauer. - SR Studer.

Tore: 51. Gavranovic (Chermiti) 1:0. 84. Chermiti 2:0.

Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Raphael Koch, Djimsiti, Benito; Gajic, Kukuruzovic (61. Buff); Schönbächler, Gavranovic (77. Chikhaoui), Drmic; Chermiti (86. Pedro Henrique).

Thun: Faivre; Lüthi, Reinmann, Schindelholz, Schirinzi; Hediger (86. Volina); Steffen (73. Sadik), Krstic (66. Salamand), Zuffi, Wittwer; Schneuwly.

Bemerkungen: FCZ ohne Kukeli, Chiumiento (beide verletzt), Thun ohne Ghezal, Bättig, Demiri, Ferreira, Bigler, Siegfried (alle verletzt), Cassio (rekonvaleszent).

Verwarnungen: 42. Krstic (Foul), 72. Schönbächler (Reklamieren), 76. Buff (Unsportlichkeit).

Luzern - Sion 2:0 (1:0) swissporarena.

11'724 Zuschauer. - SR Graf.

Tore: 17. Gygax (Winter) 1:0. 84. Gygax (Winter) 2:0.

Luzern: Zibung; Thiesson, Stahel, Puljic, Lustenberger; Renggli; Winter, Kasami (83. Neziraj), Hochstrasser (91. Muntwiler), Hyka; Gygax (89. Andrist).

Sion: Vanins; Vanczak, Lacroix, Adailton, Bühler; Veloso (46. Margairaz), Basha (56. Karlen), Ndoye, Regazzoni (72. Fedele); Darragi; Ndjeng.

Bemerkungen: Luzern ohne Wiss (gesperrt), Lezcano und Rangelov (beide verletzt). Sion ohne Marques (gesperrt), Gattuso, Gelson Fernandes und Adao (alle verletzt), Yoda, Lafferty, Aislan, Crettenand, Sauthier, Dingsdag und Mrdja (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 12. Adailton. 29. Stahel (beide Foul). 77. Darragi (Unsportlichkeit). 78. Ndjeng (Reklamieren). 89. Margairaz (Foul).

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