Europa-League-Quali: GC hat gegen Fenerbahce keine Chance

Aktualisiert

Europa-League-QualiGC hat gegen Fenerbahce keine Chance

Die Zürcher scheitern in den EL-Playoffs deutlich an Fenerbahce Istanbul. Nach dem 0:3 im Hinspiel setzt es im Letzigrund eine 0:2-Pleite ab.

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Donnerstag, 25. August 2016Zwar geben sich die Grasshoppers auch im Playoff-Rückspiel alle Mühe, die Zürcher haben aber nie eine Chance. GC verliert im Letzigrund 0:2.

Donnerstag, 25. August 2016Zwar geben sich die Grasshoppers auch im Playoff-Rückspiel alle Mühe, die Zürcher haben aber nie eine Chance. GC verliert im Letzigrund 0:2.

epa/Walter Bieri
Das tut weh, deutet Runar Mar Sigurjonsson an.

Das tut weh, deutet Runar Mar Sigurjonsson an.

epa/Ennio Leanza
Nicht, dass Feberbahce überzeugender spielt, die Türken nutzen aber ihre wenigen Chancen.

Nicht, dass Feberbahce überzeugender spielt, die Türken nutzen aber ihre wenigen Chancen.

Keystone/Walter Bieri

Das Verdikt in diesem Playoff-Duell war im Prinzip mit dem 3:0-Sieg von Fenerbahce im Hinspiel gesprochen. Dass auch GC-Trainer Pierluigi Tami nicht an eine Wende glaubte, dokumentierte er mit seiner Aufstellung. Sechs Stammspieler nominierte er nicht, der Captain Kim Källström sass nicht einmal auf der Bank. Es war offensichtlich, dass die Zürcher dem Meisterschaftsspiel vom kommenden Sonntag bei den Young Boys in dieser Woche Priorität einräumten.

Weil auch Fenerbahce das Duell mit GC als frühzeitig entschieden taxierte, spielten die Türken auf dem Letzigrund ebenfalls nicht in Bestbesetzung. Im Vergleich zum Hinspiel rotierte Trainer Dick Advocaat auf vier Positionen. Das Spiel hatte so etwas vom Charakter eines sommerlichen Tests, in dem einige aus der zweiten Reihe eine Chance kriegten, sich zu zeigen.

Alle zufrieden nach Hause

Den jungen Zürchern gelang dies im Kollektiv ziemlich gut. Im Gegensatz zum Hinspiel fiel GC diesmal nicht ab. Nachdem Fenerbahces Superstar Robin van Persie in der letzten Viertelstunde vor der Pause drei Chancen vergeben hatte, standen die Zürcher dank einer Steigerung in den zweiten 45 Minuten dem Führungstreffer bei einzelnen schwungvollen Angriffen lange sogar näher als der prominente Gast. Die Treffer schossen dann aber doch die abgezockten Türken. Der eingewechselte Brasilianer Fernandão und der Slowake Miroslav Stoch, im Hinspiel bereits Doppeltorschütze, waren erfolgreich (77./84.).

Am Ende war es ein Abend, an dem alle mehr oder weniger zufrieden nach Hause gingen. Die grosse Mehrheit der knapp 15'000 Zuschauer hatte Fenerbahce unterstützt. Sie bekam ihre Lieblinge live im Stadion zu sehen und dank der späten Tempoerhöhung auch noch einen Sieg präsentiert. Und den Zürchern war immerhin bis tief in die zweite Halbzeit hinein gelungen, was sie sich vorgenommen hatten. Dem Gegner ein weitgehend ausgeglichenes Duell zu liefern und sich mit Anstand aus dem europäischen Wettbewerb zu verabschieden.

Keine Doppelbelastung mehr

Die Ehrenmeldung zum Abschluss ihrer Europacup-Saison kaschiert jedoch nicht, dass die Zürcher zu Recht ein weiteres Mal an den Gruppenspielen nicht teilnehmen. Das ist mittlerweile seit zehn Jahren so. Seit der Qualifikation für die Uefa-Cup-Gruppenphase 2006 verlor GC sieben von neun Europacup-Duellen. Selbst der europäische Mittelbau ist für die Grasshoppers mittlerweile unerreichbar. Zwischen den beiden Spielen gegen Fenerbahce hatte Tami zugegeben, dass GC nicht bereit gewesen sei für die Doppelbelastung. Der Tessiner wird nicht unfroh sein, kann er sich nun bis zur Winterpause ganz und gar auf das Kerngeschäft Super League konzentrieren.

Dass nach den Young Boys in den Champions-League-Playoffs gegen Borussia Mönchengladbach auch die Grasshoppers eine Etage tiefer chancenlos waren, steht in einer Reihe mit den letztjährigen Auftritten von Schweizer Clubs in den Europacup-Playoffs: Fünf Vertreter der Super League versuchten via Playoffs in die Gruppenspiele von Champions League und Europa League einzuziehen, sie scheiterten allesamt. Von zehn Spielen gingen sieben verloren, kein einziges wurde gewonnen. Der Schweizer Clubfussball ist der europäischen Spitze mit Ausnahme der Ausnahmeerscheinung FC Basel nicht näher gekommen.

Grasshoppers - Fenerbahçe Istanbul 0:2 (0:0)

Letzigrund. – 14'400 Zuschauer. – SR Makkelie (NED).

Tore: 77. Fernandão 0:1. 84. Stoch 0:2.

Grasshoppers: Mall; Lüthi, Pnishi, Rhyner, Antonov; Sigurjonsson; Gjorgjev, Andersen (81. Alpsoy), Brahimi, Kareem (68. Kamberi); Tabakovic.

Fenerbahce Istanbul: Volkan Demirel; Van der Wiel, Kjaer, Skrtel, Ali Kaldirim (72. Köybasi); Topal, Tufan; Potuk, Uçah (53. Chahechouhe), Stoch; Van Persie (68. Fernandão).

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Källström (geschont). Verwarnungen: 34. Pnishi (Foul). 47. Rhyner (Foul). 65. Skrtel (Foul).

(20 Minuten)

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