Super League: GC rettet das 1:0 gegen Luzern über die Zeit
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Super LeagueGC rettet das 1:0 gegen Luzern über die Zeit

Die Grasshoppers gewinnen zuhause dank einem frühen Treffer von Munas Dabbur 1:0 gegen Luzern.

von
ete

Den einzigen Treffer der Partie erzielte Munas Dabbur bereits in der 5. Minute. Der israelische Stürmer traf nach einer simplen Körpertäuschung aus spitzem Winkel zum 1:0. Die Vorarbeit für den achten Saisontreffer Dabburs leisteten Moritz Bauer (Einwurf) und Yoric Ravet. Für Luzern war der einzige Gegentreffer darum ärgerlich, weil vor drei Wochen im ersten Saisonduell eine praktisch identische Situation zum 3:3-Ausgleich der Grasshoppers geführt hatte.

«Unser Ziel ist, dass wir aus Fehlern lernen - aus diesem Fehler haben wir nichts gelernt», ist David Zibung sauer. Der FCL-Keeper hexte einen Ball nach dem anderen aus dem Tor in dieser Sturm- und Drangphase der Zürcher. Beim Gegentreffer war Zibung machtlos. «Eine wirklich doofe Niederlage», kriegt sich Zibung kaum ein und teilt sich den Ärger mit seinem Trainer.

Nervige und ärgerliche Niederlage

«Diese Niederlage nervt mich und ist unnötig», so Markus Babbel. Ärgerlich, weil man wusste, dass GC in der Startviertelstunde Druck machen würde und genau das vor dem Spiel angesprochen habe, sagt Babbel. «Wir haben es zudem dem Gegner leicht gemacht. Ein Fehlpass und schon ging die Post ab.»

Das sieht auch Jérôme Thiesson gleich: «Unsere Anfangsphase war fatal, die ersten fünf Minuten haben wir komplett verschlafen und waren wohl noch mit dem Kopf im Bus.»

Eine Halbzeit an GC, eine an den FCL

Die 6500 Zuschauer sahen vor allem in der ersten Halbzeit - zum Leidwesen der beiden Coaches - eine Partie mit hohem Unterhaltungswert. Klare Vorteile hatten dabei die Grasshoppers, deren einzige Ausbeute des fulminanten Auftakts das 1:0 blieb. Nach der Pause gelang es Luzern besser, das Mittelfeld zu kontrollieren. Trotz mehrheitlichem Ballbesitz schaffte es die zuvor während sechs Partien ungeschlagene Mannschaft von Markus Babbel aber nicht mehr, das 1:1 zu erzielen. Der vermeintliche Ausgleich in der 80. Minute durch den zuvor eingewechselten Samed Yesil wurde wegen Offsides knapp, aber zurecht aberkannt.

«Aufgrund der Chancen hätte es am Ende auch 4:4 heissen können», so Thiesson. «In der zweiten Halbzeit hat man das FC Luzern gesehen, dass man in dieser Saison schön öfter gesehen hat und immer sehen will.» Man hätte fünf, sechs Chancen besessen in diesen zweiten 45 Minuten, «aber wir haben sie nicht genützt und stehen mit leeren Händen da», sagt David Zibung, «und das nervt.»

Ausgerechnet die auswärts so starken Luzerner, die bisher 13 Punkte auf fremden Terrain geholt haben, konnten die Niederlage diesmal nicht mehr abwenden. Es ist der erste Nuller seit dem 12. August.

YB gibt erstmals unter Trainer Adi Hütter Punkte ab

Im Auswärtsspiel gegen Vaduz kamen die Berner nicht über ein 1:1 hinaus. Im Fürstentum ging YB durch das fünfte Tor von Miralem Sulejmani nach 28 Minuten in Führung. Der Serbe schloss den zweiten schnellen Vorstoss der Berner entgegen dem Spielverlauf zum 1:0 ab. Davor hatte Vaduz nicht weniger als fünf gute Gelegenheiten ausgelassen, selber das 1:0 zu erzielen. Der Ausgleich kam dennoch ziemlich postwendend. Markus Neumayr traf im Anschluss an einen Corner erstmals seit über einem halben Jahr wieder in der Super League.

Grasshoppers - Luzern 1:0 (1:0)

6500 Zuschauer. – SR Schörgenhofer (Ö).

Tor: 5. Dabbur (Ravet) 1:0.

Grasshoppers: Vasic; Bauer, Barthe, Pnishi, Lüthi; Basic, Källström; Ravet (87. Kamberi), Tarashaj (69. Alpsoy), Caio (82. Brahimi); Dabbur.

Luzern: Zibung; Thiesson, Affolter, Puljic, Lustenberger; Arnold; Kryeziu (46. Jantscher), Freuler, Fandrich (86. Schachten); Schneuwly (73. Yesil), Hyka.

Bemerkungen: GC ohne Kubli, Mall (beide verletzt) und Gülen (gesperrt), Luzern ohne Brandenburger, Sarr (beide verletzt) und Lezcano (gesperrt). 5. Lattenschuss von Tarashaj. 79. Tor von Yesil aberkannt (Offside).

Verwarnungen: 11. Bauer (Foul). 14. Kryeziu (Foul). 53. Pnishi und Schneuwly (beide Unsportlichkeit). 95. Lustenberger (Foul) und Brahimi (Reklamieren).

Vaduz - Young Boys 1:1 (1:1)

3427 Zuschauer. – SR Hänni.

Tore: 27. Sulejmani (Kubo) 0:1. 31. Neumayr (Caballero) 1:1.

Vaduz: Jehle; Grippo, Kaufmann, Bühler (46. Stahel); Untersee, Ciccone, Costanzo, Borgmann; Neumayr; Caballero (76. Kamber), Avdijaj (79. Kukuruzovic).

Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Wüthrich, Vilotic, Benito; Zakaria, Bertone; Steffen (89. Nuzzolo), Sulejmani; Kubo (74. Afum), Gerndt (89. Tabakovic).

Bemerkungen: Vaduz ohne Fekete, Hasler, Klaus, Messaoud, Schürpf, Manuel Sutter, Von Niederhäusern (alle verletzt) und Muntwiler (gesperrt), Young Boys ohne Hoarau, Seferi, Von Bergen (alle verletzt), Gajic und Sanogo (beide rekonvaleszent). Verwarnungen: 3. Wüthrich (Hands). 50. Grippo. 74. Costanzo. 76. Kaufmann (alle wegen Fouls). (ete/si)

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