Der zweite Anlauf: GC steckt den Kopf nicht in den Sand
Aktualisiert

Der zweite AnlaufGC steckt den Kopf nicht in den Sand

GC-Captain Vero Salatic ist hinsichtlich der beiden Partien in der Champions-League-Qualifikation gegen Lille trotz fehlender Frühform der Mannschaft zuversichtlich.

von
Eva Tedesco

Zwei Spiele hat der Vizemeister in der Liga gespielt und trotz aller Ambitionen einen Fehlstart hingelegt. Null Punkte und 2:4 Tore lautet die miese Bilanz. Und das vor den kapitalen Partien gegen OSC Lille in der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League. Das gibt wenig Kredit im Vorfeld.

Vero Salatic: «Zwei Niederlagen in der Meisterschaft geben Raum für Diskussionen. Das ist klar und vier Gegentore in zwei Spielen sind viel zu viel, aber ich habe der Mannschaft gesagt, dass wenn wir jetzt schon den Kopf in den Sand stecken, wir schon verloren haben. Wir sind noch nicht richtig in Form, okay, aber die Vorfreude auf die Champions League ist gross und so werden wir die Spiele auch angehen.»

Erfahrung mitgenommen

Aber auch in einer besseren Frühform in der Saison 2013/14 ist GC vor einem Jahr an Franzosen gescheitert. Zwei knappe 0:1-Niederlagen gegen Lyon haben den CL-Traum früh platzen lassen. Die Erfahrung hat man aber mitgenommen. Der GC-Captain: «Jene Spieler, die damals dabei waren - ich denke dabei an Michael Lang, Stéphane Grichting, Amir Abrashi, Daniel Pavlovic und auch an mich - müssen die anderen führen.»

Die Mannschaft habe Ruhe bewahrt und sehr konzentriert trainiert. Das Déjà vu - wieder gegen Franzosen in der ersten Qualifikationsrunde antreten zu müssen - soll kein Argument sein. Der GC-Captain hat sich in der Theorie ausgerechnet, wie das Weiterkommen zu bewerkstelligen sein könnte.

Zuhause zu null spielen

«Ich hoffe, dass wir Zuhause zu null spielen und vielleicht sogar einen Treffer vorlegen können, um im Rückspiel noch über alle Optionen auf das Weiterkommen zu verfügen. Vielleicht reichen uns aber auch zwei Unentschieden», rechnet Salatic vor. Der GC-Captain ist zuversichtlich und er will sich und auch für das Team endlich einen Traum realisieren. «Ich habe immer davon geträumt, in der Champions League zu spielen. Ich wünsche mir, dass es diesmal klappt.»

Allerdings werden die Hürden auf dem Nicht-Meister-Weg an Ruhm und Ehre und auch an die Honigtöpfe der Champions League danach nicht kleiner. Denn auch bei einem Sieg in den beiden Partien gegen Lille muss GC noch die Playoffs überstehen und da gegen Hochkaräter wie Arsenal, Porto, Leverkusen, Napoli oder Bilbao bestehen und erst dann winken die Millionen der Uefa. Bei einem Ausscheiden geht es als ungesetztes Team in den EL-Playoffs weiter.

Externe Einnahmen wären Willkommen

Die Uefa-Millionen lässt der GC-Captain aber Aussen vor. Für die Spieler steht vor allem der sportliche Anreiz, sich im elitären Zirkel der Champions League zeigen zu können, im Vordergrund und nicht der Gedanke an die Finanzen. «Für den Klub ist das sicher ein Thema und externe Einnahmen sind Willkommen. Es ist für den Klub sicher gut, wenn die eine oder andere Million von der Uefa kommen würde, aber bei den Spielern ist das kein Thema. Da will jeder einfach nur einmal in die Gruppenphase kommen», sagt Trainer Michael Skibbe. Davon träumt nicht nur der Captain.

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