Aktualisiert 18.12.2008 15:14

Transfer-GeflüsterGC und Aarau buhlen um polnisches Talent

Ein Spieler, zwei Vereine: Sowohl der Grasshopper Club Zürich, als auch der FC Aarau lieben Flügelspieler. Und jetzt beginnt das Duell zweier finanzschwacher Vereine um einen alten Bekannten der Super League. Und auch Xamax macht weiter Nägel mit Köpfen und angelt sich einen Star.

von
Herbie Egli

Ohne es zu wissen, lieferte der FC Sion die Vorlage für die Grasshoppers und den FC Aarau. Beide Vereine haben seit Wochen ein Auge auf Flügelstürmer Kamil Grosicki geworfen. Der junge Pole stand auf dem Sprung in die Nationalmannschaft und verpasste nur knapp die Teilnahme an der Euro 2008 in der Schweiz und Österreich.

Beim FC Sion feierte der 20-jährige ein gelungenes Debut, wurde unter Alberto Bigon jedoch nicht mehr berücksichtigt und spielte fortan sehr erfolgreich im Nachwuchs. Im Sommer kehrte Grosicki dann zurück in seine Heimat und der FC Sion liess seine Kaufoption ungenutzt verstreichen.

Grosicki bei GC und Aarau ein Thema

Die Verantwortlichen von Aarau und GC hatten jedoch gut aufgepasst und sind inzwischen ganz heiss auf den Angreifer. Brisant ist jedoch einerseits, dass Grosicki in Sion vor allem neben dem Platz viel Betreuung und Unterstützung gebraucht hätte, aber nicht bekam und nun die beiden Deutschschweizer Clubs hier gründliche Vorbereitungen treffen müssen. Andererseits fällt auf, dass gerade auf Grosickis Position in beiden Kadern schon ausreichend Spieler unter Vertag stehen.

Togolesischer Natispieler bei Xamax im Gespräch

Auf der anderen Seite des Röstigrabens steht Xamax unmittelbar vor der endgültigen Verpflichtung von Chérif Touré. Wie 20 Minuten Online schon im November berichtete, ist der togolesische Nationalspieler und WM-Teilnehmer 2006 ein grosses Kaliber für die Super League. Sportchef Alain Geiger erwartet Touré am 3. Januar für den medizinischen Test in der Maladière, nachdem zuletzt auch Togos Nationaltrainer Henry Stambouli, ein ehemaliger Sion-Trainer, dem Neuenburger Sportchef Geiger zu diesem Transfer geraten hat.

Chérif Touré spielte zuvor bereits in Europa, beim FC Metz und wurde anschliessend unter anderem von Auxerre und dem FC Fulham gejagt, doch in beiden Fällen stellte sich Metz quer. Frustriert kehrte Touré daraufhin nach Afrika zurück und will jetzt einen neuen Anlauf starten. Brisant am Rande ist, dass sein aktueller Club mit den Lohnzahlungen im Rückstand ist und Touré damit gratis zu haben wäre, doch dort wehrt man sich und möchte die FIFA anrufen. Möglicherweise drohen Geiger da einige Überstunden.

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