Aktualisiert 12.05.2011 12:47

Fatale FehlinterpretationGebärdensprache provoziert Messerattacke

Eine 45-jährige Amerikanerin hielt die Unterhaltung einer Gruppe Gerhörloser in Gebärdensprache für Gang-Zeichen. Der Irrtum endete in einer blutigen Messerstecherei.

von
tog

«Stacking» - eine Kommunikation für kriminelle Gangs nicht nur in Amerika. Als Extremform auch eine Art Sport, bei der die eigenen Fingerfertigkeiten demonstriert werden (Video:YouTube).

Es hätte ein friedlicher Abend im «Ocean's Eleven» in Hallandale Beach, Florida, werden sollen. Der 31-jährige Alfred Steward und seine Freunde – alle höreingeschränkt – feierten am vergangenen Samstagabend eine Geburtstagsparty. Wie üblich, kommunizierten sie in Gebärdensprache.

Die 45-jährige Barbara Lee scheint von dieser Kommunikationsform keine Kenntnis zu haben. Weil sie glaubte, bei den Gesten handle es sich um Gang-Zeichen, konfrontierte sie die Gruppe derart aggressiv, dass sie fortgewiesen werden musste, wie ein Augenzeuge gegenüber «NBC Miami» berichtete. Doch dies sollte noch nicht das Ende der tragischen Geschichte sein.

Lee kehrte ins Restaurant zurück. In Begleitung des 19-jährigen Marco Ibanez. Ibanez zückte ein Messer und stach auf die Gruppe ein. Vier Personen wurden schwer verletzt und mussten ins Spital eingeliefert werden. Zwei Gehörlose erlitten Stichwunden, einem Rausschmeisser wurde eine Flasche auf dem Kopf zerschlagen.

Japaner sticht auf Schulkinder ein

Ibanez und Lee wurden verhaftet und wegen «Angriff mit einer tödlichen Waffe» angeklagt.

Als Vergleich zum «Stacking»: Die Gebärdensprache

(Video: YouTube)

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