Starke Winde: Gebäudeversicherung und Sturmschäden
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Starke WindeGebäudeversicherung und Sturmschäden

Vom Sturm verursachte Schäden an Gebäuden werden in der Regel von der Gebäudeversicherung übernommen.

Im Gebäudeinnern bezahlt sie Defekte an Treppen, Tapeten und Böden, die durch eindringendes Wasser entstanden sind. Kantonale Gebäudeversicherungen bezahlen bei Feuer- und Elementarschäden grundsätzlich den Neuwert, während bei den privaten Versicherungsgesellschaften die Gesamtsumme pro Ereignis in der Regel limitiert ist, wie der Hauseigentümerverband Schweiz am Dienstag mitteilte. Betroffene sollen ihren Schaden umgehend ihrer Versicherung melden und versuchen, das Ausmass des Schadens am besten mit Fotos, Videoaufnahmen, Skizzen und Notizen festzuhalten.

Grobfahrlässige können belangt werden

Mieter, die grobfahrlässig handeln, indem sie beispielsweise bei Sturm die Fenster und Aussentüren geöffnet lassen, können vom Vermieter oder Hauseigentümer für die Folgeschäden belangt werden. Weiter weist der Verband darauf hin, dass es in den Kantonen Genf, Uri, Schwyz, Tessin, Appenzell Innerrhoden, Wallis und Obwalden keine kantonale Gebäudeversicherungsanstalt gibt. Empfohlen wird deshalb, sich bei einer privaten Versicherungsanstalt zu versichern. (dapd)

Die Windstärken

Windstärken sind in einer zwölfstufigen Skala festgelegt, die auf den britischen Admiral Sir Francis Beaufort zurückgeht und seit 1853 allgemein gültig ist. Daher lautet die Masseinheit dieser Skala auch Beaufort, abgekürzt bft.

Demnach wird beispielsweise eine Windstärke von null Beaufort als Windstille und von zwölf Beaufort als Orkan bezeichnet. Bei der Bestimmung der Windstärke stützt sich die Skala auf die Auswirkung des Windes auf Meer und Land. Vor allem der Seegang gibt Aufschluss über die Windstärke.

Windstärke 0

Windstille; keine Luftbewegung, Rauch steigt gerade empor; spiegelglatte See

Windstärke 1

leiser Zug; Rauch treibt leicht ab, Fahnen unbewegt; leichte Kräuselwellen

Windstärke 2

leichte Brise; Blätter rascheln, Wind im Gesicht spürbar; kleine kurze Wellen, Oberfläche glasig

Windstärke 3

schwache Brise; Blätter und dünne Zweige bewegen sich; Anfänge der Schaumbildung auf See

Windstärke 4

mässige Brise; Zweige bewegen sich, hebt loses Papier und Staub vom Boden; kleine, länger werdende Wellen, Schaumköpfe

Windstärke 5

frische Brise; Wind deutlich hörbar, grössere Zweige und kleine Bäume bewegen sich; mässig lange Wellen, überall Schaumköpfe

Windstärke 6

starker Wind; dicke Äste bewegen sich, Bäume schwanken; Bildung grosser Wellen (2,5 bis 4 Meter) beginnt, grössere Schaumflächen

Windstärke 7

steifer Wind; Widerstand beim Gehen gegen den Wind; See türmt sich, Schaumstreifen in Wellenrichtung

Windstärke 8

stürmischer Wind; bewegt grosse Bäume, bricht Zweige, erheblicher Widerstand beim Gehen; hohe Wellenberge (über sieben Meter), überall Schaumstreifen

Windstärke 9

Sturm; weht Ziegel von Dächern, Äste brechen; hohe Wellen mit verwehter Gischt, Brecher beginnen sich zu bilden

Windstärke 10

schwerer Sturm; entwurzelt Bäume, beschädigt Häuser, selten im Landesinneren; sehr hohe Wellen, Gischt verweht, schwere Brecher

Windstärke 11

orkanartiger Sturm; heftige Böen, schwere Sturmschäden, selten im Landesinneren; brüllende See, Wasser wird waagerecht geweht, aussergewöhnlich hohe Wellenberge

Windstärke 12

Orkan; Schwere Sturmschäden und Verwüstungen, selten im Landesinneren; Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Fernsicht mehr

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