30.03.2020 18:10

Lockdown

«Gebe jetzt viel weniger Geld für Kleider aus»

Keine Ausgang-Kosten, dafür mehr Nahrungsmittel? Leser erzählen, wie der Lockdown ihr Kaufverhalten verändert.

von
rkn
1 / 17
«Ich spare Geld, weil ich mit der Mitbewohnerin grössere Mengen an Nahrungsmitteln einkaufe», sagt Leserin Meret. In den zwei Wochen vor dem Lockdown gab sie für Essen auswärts rund 125 Franken aus – gleich viel, wie sie jetzt insgesamt für Essen ausgibt.

«Ich spare Geld, weil ich mit der Mitbewohnerin grössere Mengen an Nahrungsmitteln einkaufe», sagt Leserin Meret. In den zwei Wochen vor dem Lockdown gab sie für Essen auswärts rund 125 Franken aus – gleich viel, wie sie jetzt insgesamt für Essen ausgibt.

Pixabay
Auch beim Treibstoff zahlt sie derzeit weniger: Bisher fuhr sie regelmässig mit dem Auto zur Arbeit und gab innert zwei Wochen rund 90 Franken aus. Für sporadische Fahrten während des Lockdowns reichen 10 Franken.

Auch beim Treibstoff zahlt sie derzeit weniger: Bisher fuhr sie regelmässig mit dem Auto zur Arbeit und gab innert zwei Wochen rund 90 Franken aus. Für sporadische Fahrten während des Lockdowns reichen 10 Franken.

Christophe Gateau
Weniger Glück hat sie bei der Parkgarage in Zürich: Die braucht sie während des Lockdowns nicht, sie zahlt aber trotzdem 110 Franken während zwei Wochen.

Weniger Glück hat sie bei der Parkgarage in Zürich: Die braucht sie während des Lockdowns nicht, sie zahlt aber trotzdem 110 Franken während zwei Wochen.

Keystone/Gaetan Bally

Laura (23): «Ich gebe jetzt viel weniger Geld aus für Kleider und sonstige Dinge, die ich mich mir normalerweise gönne. Nach der Schliessung der Läden habe ich online ein paar Dinge bestellt, die aber bisher nicht angekommen sind. Deswegen werde ich auf weitere Onlinekäufe verzichten.»

Joana (20): «Ich gebe momentan nur Geld für Rechnungen aus, da ich noch bei meinen Eltern wohne und keine Miete bezahlen muss.»

Meret (28): «Ich spare Geld, weil ich mit der Mitbewohnerin grössere Mengen Nahrungsmittel einkaufe. Zudem spare ich Benzin, da ich nicht mehr täglich zur Arbeit fahre. Die Parkgarage in Zürich muss ich leider weiterhin bezahlen. Mit Onlineshopping habe ich vor anderthalb Monaten aufgehört, weil ich zu viel Geld für doofes Zeug im Netz ausgab. Das möchte ich natürlich auch während der Quarantäne aufrechterhalten – auch wenn die Versuchung gerade besonders gross ist. So ein Zalando-Päckli würde einen doch super ablenken.»

Nick (40): «Ich gebe mein Geld ganz normal aus – wie sonst auch. Hamstern ist absolut unnötig und asozial.»

Conni (46): «Als es hiess, dass Butter bald knapp wird, habe ich die letzten zwei Butter aus dem Regal gekauft und eingefroren. Das war das erste Mal, dass ich gehamstert habe.»

Critelli (54): «Ich mache sicher keine Hamsterkäufe – auch wenn ich jetzt deswegen drei Tage lang kein WC-Papier hatte.»

Melanie (41): «Wir bleiben zu Hause und bestellen Lebensmittel nur noch online. Durch die massiven Lieferverzögerungen ist es fast eine tägliche Aufgabe geworden, Shops zu finden, die uns das eine oder andere schneller bringen können. Das kostet teilweise auch etwas mehr.»

Karl (67): «Ich kaufe teure Nahrungsmittel über die noch funktionierenden Onlineshops. Meine anderen Ausgaben sind jetzt null.»

Sonja (57): «Seit wir Homeoffice machen, habe ich das Gefühl, dass wir mehr Lebensmittel brauchen als vorher. Denn bisher kam man über Mittag mit einem gut gefüllten Brötchen aus – jetzt wird immer richtig gekocht und zwischendurch gibts noch Früchte. Aber das ist ja eigentlich positiv.»

Arthur (19): «Ich versuche, möglichst viele nicht essenzielle Käufe auf die Zeit nach der Krise zu verschieben, um sie dann lokal zu beschaffen und Schweizer Händler zu unterstützen. Ich bestellte kürzlich aber ein Sex-Spielzeug bei einem Schweizer Onlinehändler, weil ich nicht mehr warten konnte.»

Fehler gefunden?Jetzt melden.