Aktualisiert 15.11.2017 12:20

Bitte nachrechnenGeben dir deine Eltern genug Sackgeld?

Es ist zu wenig, klagen die Kids. Es ist genug, kontern die Eltern. Wie viel Sackgeld ist angemessen? Ein neues Tool liefert Antworten.

von
S. Spaeth

Sparen oder ausgeben? Wofür die Leute ihr Sackgeld investiert haben. (Produktion: 20 Minuten/Comparis.ch)

Es ist eines der wichtigen Themen auf dem Pausenplatz und am Familientisch: das Taschengeld. Und während viele Jugendliche finden, sie würden von ihren Eltern knapp gehalten, können die einen Eltern nicht mehr geben – oder wollen nicht. Ihnen geht es vor allem um den pädagogischen Ansatz, den Kindern den Wert des Gelds zu lehren. Doch wie hoch soll der Betrag sein, worüber die Kinder selbst verfügen können? Antworten liefert der Sackgeldrechner, den Comparis und 20 Minuten entwickelt haben.

Nutzer der App oder der mobilen Website: Hier gehts zum Taschengeldrechner.

PC-Nutzer: Hier geht es zum Taschengeldrechner.

Gerade mit zunehmendem Alter des Nachwuchses stellt sich die Frage, welche zusätzlichen Ausgaben das Kind selbst tragen soll – beispielsweise Kosten für Handy, Kleider oder auswärtige Verpflegung, die ab einem gewissen Alter häufig vom Kind selbst bezahlt und als erweitertes Taschengeld bezeichnet werden. «Taschengeld ist hauptsächlich für die persönlichen Wünsche des Kindes da», sagt Marcel Isler, Finanzexperte von Comparis.ch. Darum könne der Taschengeldrechner zusätzlich angeben, welcher Betrag für das erweiterte Taschengeld eingerechnet werden soll.

50 bis 80 Franken pro Monat für 15-Jährige

Oftmals sind sich Eltern und Jugendliche allerdings nicht einig, ob Taschengeld und erweitertes Taschengeld sinnvoll ausgegeben werden. Konkret: Die Teenager kaufen lieber ein weiteres Paar teure Sneakers als die eigentlich notwendigen Winterschuhe. «Taschengeld ist ein Lernfeld. Eltern müssen akzeptieren können, wenn das Kind eigene Prioritäten setzt und beispielsweise bei den Kleidern einen besonderen Wunsch hat», sagt Andrea Schmid-Fischer, Vizepräsidentin von Budgetberatung Schweiz, zu 20 Minuten. Eltern sollten darum tolerant, aber auch konsequent sein. Will heissen: Kauft das Kind teure Nike-Schuhe, reicht es dann fürs neue Paar Diesel-Jeans frühestens im nächsten Monat.

«Ein gutes Alter, um mit Taschengeld zu beginnen, ist, wenn das Kind eingeschult wird», sagt Schmid-Fischer. Ein Kind könne aber unter Umständen schon im Vorschulalter reif fürs Taschengeld sein. Die Budgetberatung Schweiz empfiehlt für Kinder ab 6 Jahren einen Franken Sackgeld pro Woche, für Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren sind es 30 bis 50 Franken im Monat. Für 15-jährige und ältere Kinder empfiehlt die Budgetberatung 50 bis 80 Franken pro Monat.

Sackgeld, wenn das Kind einfache Rechnungen beherrscht

Laut einer Studie der Credit Suisse sind die Schweizer Kinder im Schnitt sechs Jahre alt, wenn ihre Eltern sie in die Welt des Geldes einführen. Ausschlaggebend scheint, dass das Kind einfache Rechnungen beherrscht. Ein zehnjähriges Kind erhält im Schnitt laut der Studie 14 Franken, ein zwölfjähriges 23 Franken im Monat. Damit liegen die effektiv gewährten Beträge unter jenen von Budgetberatung Schweiz empfohlenen Werten.

Interessant ist ein Unterschied zwischen den Sprachregionen: Die Deutschschweizer betrachten den Umgang mit Geld mehr als doppelt so häufig als «sehr wichtiges Erziehungsziel» als die Romands. Laut Comparis-Finanzexperte Isler ist der Taschengeldrechner für Jugendliche und Eltern hauptsächlich eine Orientierungshilfe: «Taschengeld soll als Übungsfeld für den Umgang mit Geld verstanden werden.»

Nutzer der App oder der mobilen Website: Hier gehts zum Taschengeldrechner.

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Lesen Sie später auf 20 Minuten: Fünf Fragen von Jugendlichen und fünf Fragen von Eltern zum Thema Taschengeld.

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