Sanitärtechnik: Geberit: Optimismus trotz Umsatzrückgang
Aktualisiert

SanitärtechnikGeberit: Optimismus trotz Umsatzrückgang

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat den Umsatz im vierten Quartal 2009 nach drei negativen Quartalen leicht gesteigert. Für das ganze Jahr stellte der Konzern eine operative Marge deutlich über dem Vorjahresniveau in Aussicht.

Albert M. Baehny, CEO Geberit AG.

Albert M. Baehny, CEO Geberit AG.

Für das ganze Jahr wies der europäische Marktführer am Dienstag einen Umsatz von 2,181 Milliarden Franken aus, 11,2 Prozent weniger als im Vorjahr. In Lokalwährungen sanken die Verkäufe um 6,5 Prozent. In den ersten drei Quartalen hatte der Umsatzrückgang noch 14,3 Prozent beziehungsweise 8,9 Prozent in Lokalwährungen ausgemacht. Im Schlussquartal zog der Umsatz erstmals leicht um 1,3 Prozent in Franken und um 3,0 Prozent in Lokalwährungen wieder an. Mit der Rückkehr zum Umsatzwachstum im vierten Quartal 2009 hat Geberit die Finanzanalysten positiv überrascht.

Beim Gewinn erwartet Geberit eine operative Marge (EBIDTA), die deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegt. Bei der Präsentation der Neunmonatszahlen hatte der Konzern im vergangenen Oktober noch eine EBITDA-Marge auf Vorjahresniveau, also von 26,4 Prozent, in Aussicht gestellt.

Der Reingewinn wird laut Geberit hingegen durch ein tieferes Finanzergebnis sowie Steuersondereffekte beeinflusst. Dies führe zu einer im Vergleich zu den operativen Ergebnissen überproportionalen Abschwächung beim Gewinn je Aktie. Geberit gab ausserdem bekannt, dass der indische Vertriebspartner mit Sitz in Bangalore rückwirkend auf den 1. Januar dieses Jahres übernommen wurde. Das aktuelle Umsatzvolumen bewege sich im einstelligen Millionenbereich.

In der Analystengemeinde wurden die ersten Informationen zum Geschäftsjahr 2009 positiv aufgenommen, da der Umsatz die Markterwartungen übertroffen hat. Die Bank Wegelin & Co. bezeichnete den leichten Umsatzzuwachs im vierten Quartal als Lichtblick. Er könnte Hoffnungen auf ein verbessertes Umfeld im Jahr 2010 schüren. Geberit hatte bisher aber immer darauf hingewiesen, dass in den meisten wichtigen Märkten die Bauvolumina noch weiter zurückgehen und eine Erholung nicht vor 2011 zu erwarten ist. An der Börse legten die Geberit-Aktien im frühen Handel in einem negativ gestimmten Umfeld um bis zu 1,4 Prozent auf 188,30 Franken zu. (sda)

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