Geberit steigert Reingewinn trotz Umsatzrückgang
Aktualisiert

Geberit steigert Reingewinn trotz Umsatzrückgang

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat im ersten Halbjahr 2005 deutlich mehr verdient als in der Vorjahresperiode.

Der Gewinn kletterte um 23,1 Prozent auf 142,4 Mio. Franken. Der Umsatz sank jedoch wegen Verkäufen von Geschäftsteilen.

In den ersten sechs Monaten 2005 belief sich der Umsatz auf 973,5 Mio. Franken, wie Geberit am Dienstag mitteilte. Gegenüber der Vorjahresperiode entspricht das einem Rückgang von 3,1 Prozent.

Desinvestitionen

Allerdings wurde Anfang 2005 die Tochter Blücher Metal an dänische Investoren verkauft. Zudem wurde das Geschäft der erdverlegten Rohrleitungssysteme aufgegeben.

Um diesen Effekt und Währungseinflüsse bereinigt, resultierte ein Wachstum von 1,1 Prozent. In Schweizer Franken belief sich das leichte Plus auf 0,5 Prozent. Der im Vergleich zum Euro und Dollar starke Schweizer Franken belastete den Umsatz nach wie vor, wie Geberit weiter mitteilte.

Im zweiten Quartal 2005 erhöhte sich der Umsatz um 1,2 (Vorjahresquartal -7,2) Prozent. Die Märkte in Europa hätten sich im Vergleich zum ersten Quartal erholt, schreibt das Unternehmen.

Einzig in Deutschland habe die anhaltend schwache Marktverfassung im Halbjahr zu einem Umsatzrückgang von 8,1 Prozent geführt. Geberit erzielt rund ein Drittel des Umsatzes in Deutschland.

Das Betriebsergebnis (Ebit) wuchs bis zur Jahresmitte um 9,4 Prozent auf 195,9 Mio. Franken. Zu dieser Steigerung trugen die aufgrund von Änderungen in den Rechnungslegungsvorschriften wegfallenden Goodwill-Amortisationen massgeblich bei. Diese hatten im Vorjahr die Rechnung mit 27,1 Mio. Fr. belastet.

Optimistische Aussichten

Obwohl sich die konjunkturelle Lage in der europäischen Bauwirtschaft im zweiten Halbjahr nicht wesentlich verändern dürfte, sieht Geberit für das Gesamtjahr 2005 reelle Chancen, ein moderates organisches Umsatzwachstum zu erzielen. Die operativen Ergebnisse sollten auf einem hohen Niveau bleiben.

Die Geberit-Gruppe bezeichnet sich als europäischen Marktführer in der Sanitärtechnik. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 5200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

(sda)

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