Vorurteile entlarvt: Gebildete können nicht schwarz sein
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Vorurteile entlarvtGebildete können nicht schwarz sein

Die Rassendiskriminierung sitzt tief im Unterbewusstsein der Amerikaner. Das belegt eine neue Studie, die untersucht, wie gebildete Schwarze wahrgenommen werden.

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Wurde der Schwarze als gebildet beschrieben, hat ihn die Testperson heller in Erinnerung, als er tatsächlich ist. (Ezequiel Morsella/San Francisco State University)

Wurde der Schwarze als gebildet beschrieben, hat ihn die Testperson heller in Erinnerung, als er tatsächlich ist. (Ezequiel Morsella/San Francisco State University)

Die Ergebnisse einer neuen Studie über die Wahrnehmung von Hautfarbe dürfte die Black Community in den USA nicht ganz überraschen: Laut dem Experiment der San Francisco State University werden schwarze, gut gebildete Menschen von anderen als hellhäutiger wahrgenommen, als sie tatsächlich sind.

An der Studie nahmen 125 Studenten teil. Die Forscher zeigten ihnen das Bild eines schwarzen Mannes. Dazu erschien entweder die Beschreibung «ungebildet» oder «gebildet».

Danach präsentierten die Wissenschaftler den Versuchspersonen die gleiche Porträtaufnahme in sieben verschiedenen Varianten, die das Gesicht des Mannes in unterschiedlichen Hauttönen zeigt. Nun mussten die Studenten angeben, welches die Originalaufnahme ist.

Erfolgreiche Schwarze sind eine «Ausnahme»

Wie die «Huffington Post» schreibt, zeigten die Versuchspersonen auf Fotos mit dunkleren Hauttönen, wenn auf dem Originalbild das Wort «ungebildet» erschienen war. Umgekehrt zeigten sie auf eine hellere Version der Originalaufnahme, wenn sie zuvor das Wort «gebildet» gesehen hatten.

Die Studie belegt, dass Menschen erfolgreiche Schwarze unbewusst als Ausnahme betrachten und nicht davon ausgehen, dass Farbige dieselben Potenziale haben wie Weisse.

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