Aktualisiert 11.01.2010 21:55

GM lehnt Saab-Angebote ab

«Gebt uns 450 Millionen Dollar»

Der US-Autokonzern General Motors (GM) hat alle vorliegenden Angebote für die schwedische Tochter Saab als unzureichend zurückgewiesen. «Keines der Angebote ist überzeugend, aber die Tür ist noch nicht geschlossen», sagte GM-Konzern-Chef Ed Whitacre.

Saab werde wie angekündigt abgewickelt, sagte Whitacre am Montag auf der Autoshow in Detroit weiter. Das Aus der Kultmarke rückt damit immer näher. Dessen ungeachtet hat der Autobauer am Montag die Produktion nach vierwöchiger Werksschliessung in den Weihnachtsferien wieder aufgenommen.

Der US-Konzern hatte vergangene Woche die Beratungsgesellschaft Alix Partner federführend mit der Abwicklung von Saab beauftragt. Der Prozess werde einige Monate dauern, hiess es.

Whitacre hatte sich wiederholt skeptisch gezeigt, dass die drei Interessenten das nötige Geld für die Sanierung Saabs auftreiben könnten. Die schwedische Nachrichtenagentur TT zitierte Whitacre am Montag, keines der Offerten sei finanziell stark genug: «Gebt uns 450 Millionen Dollar und die Situation ändert sich.»

Bernie Ecclestone bietet mit

Zu den Bietern gehört der niederländische Sportwagen-Hersteller Spyker, der schon seit Wochen mit GM über Saab verhandelt. In letzter Minute tauchten zwei neue Interessenten auf: Formel-1-Boss Bernie Ecclestone schloss sich mit der Luxemburger Investment-Firma Genii Capital zusammen. Und der ehemalige MAN-Chef Hakan Samuelsson scharte mehrere schwedische Investoren um sich.

Saab schreibt in seiner 20 Jahre langen Geschichte als GM-Tochter fast durchgängig Verluste und rutschte im vergangenen Jahr wie die Mutter in die Insolvenz. (sda)

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