Aktualisiert 21.03.2011 23:03

Hinterherfahrer Rossi«Gebt uns sechs Wochen!»

Valentino Rossi war am Saisonstart in Katar bester Ducati-Pilot. Mehr Positives gab es nicht für den Superstar

von
Sandro Compagno
Rossi (l.) mit dem katarischen Rallye-Fahrer Nasser Al-Attiyah. (Reuters)

Rossi (l.) mit dem katarischen Rallye-Fahrer Nasser Al-Attiyah. (Reuters)

Italien stand kopf, als im August 2010 die «Traumhochzeit» des neunfachen Weltmeisters mit der Kultmarke aus Bologna bekannt gegeben wurde. Doch die Hochzeitsnacht am Sonntag endete im Fiasko.

Die Braut namens Desmosedici GP 11 sei die «ultimative Herausforderung», hatte der Bräutigam schon vor dem Nacht-GP von Katar gesagt. Die Herausforderung für den 32-jährigen Rossi in der letzten Station seiner grossen Karriere lautet: Ducati zum Weltmeisterteam formen – wie zuvor schon Honda und Yamaha.

Die Bilanz des Auftakt­wochenendes fiel ernüchternd aus: Platz 9 im Qualifying, Platz 7 im Rennen. Doch Rossi suchte die Gründe nicht bei der Maschine: «Wir müssen am Motorrad arbeiten, noch mehr aber an meiner Fitness.» Im April 2010 war er beim ­Motocross gestürzt, im November legte er sich unters Messer, doch die Schmerzen sind geblieben. «Ich baue gegen Ende des Rennens ab und kann die Maschine nicht mehr so fahren, wie ich möchte.»

Schon in zwei Wochen in ­Jerez hofft Rossi auf Verbesserungen. Und beim dritten Rennen in Estoril will er wieder an der Spitze mitfahren: «Wir haben einiges über das Motorrad gelernt und darüber, wie wir es besser machen können. Jetzt brauchen wir sechs Wochen, um das klarzumachen.» Damit die italienische Traumhochzeit nicht zum Albtraum wird.

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