Geburt eines Masai-Giraffenmädchens im Basler Zolli
Aktualisiert

Geburt eines Masai-Giraffenmädchens im Basler Zolli

Im Zoo Basel ist am 7. Februar ein gesundes Masai- Giraffenmädchen zur Welt gekommen.

Die Geburt folgt nur sechs Wochen nach dem überraschenden Tod einer jungen Giraffe im Zolli, wie der Zoo Basel am Dienstag mitteilte.

Da die selbst noch junge und unerfahrene Giraffenmutter Tamaa anfänglich sehr nervös und schreckhaft war, waren Besucher zunächst nicht zugelassen. Nun ist das zufriedene und regelmässig trinkende Giraffenkind Bangi aber täglich - ausser über Mittag von 12.00 bis 13.30 Uhr - im Antilopenhaus zu sehen.

Giraffenmütter gebären im Zolli gewöhnlich nachts, wenn es im Garten ruhig ist. Der Tierpfleger bereitet eine dicke Matraze aus Stroh, Heu und Mist vor, um einerseits den hohen Fall zu dämpfen und andererseits sicherzustellen, dass das Junge bei den ersten Aufstehversuchen nicht ausrutscht.

Das Junge wird Kopf voran geboren. Zunächst verhindert der breite Schultergürtel eine Sturzgeburt und danach bleibt es noch kurz an der Hüfte hängen, um dann sanft auf den Boden herabzugleiten. Nach der Geburt dauert es eine gute halbe Stunde, bis das Junge die Beine unter Kontrolle hat und auf die Suche nach der Milchquelle gehen kann.

Am 21. Dezember 2003 war im Basler Zolli die vierzehn Monate alte Giraffenkuh Zahiri unerwartet gestorben, ohne vorher Krankheitszeichen gezeigt zu haben. Gemäss einer Untersuchung war der Tod auf eine Blutvergiftung durch Bakterien oder Bakterientoxine zurückzuführen gewesen.

(sda)

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