An seinem Todestag: Gedenktafel für Köbi Kuhn wird am 26. November eingeweiht
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An seinem TodestagGedenktafel für Köbi Kuhn wird am 26. November eingeweiht

Am 26. November, dem ersten Todestag von Köbi Kuhn, wird die Stadt den ehemaligen Nationaltrainer mit einer Gedenktafel ehren. Die Tafel wird an der Fritschistrasse 3 in Wiedikon angebracht, wo Kuhn aufgewachsen ist.

von
Stefan Hohler
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In dieser städtischen Liegenschaft an der Fritschistrasse 3 unweit des Albisriederplatzes ist Köbi Kuhn aufgewachsen. 

In dieser städtischen Liegenschaft an der Fritschistrasse 3 unweit des Albisriederplatzes ist Köbi Kuhn aufgewachsen.

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Das Familiengrab im Friedhof Sihlfeld in Wiedikon erstrahlt im Blumenschmuck. Ebenfalls dort begraben ist die Tochter Viviane

Das Familiengrab im Friedhof Sihlfeld in Wiedikon erstrahlt im Blumenschmuck. Ebenfalls dort begraben ist die Tochter Viviane

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Seit kurzem ist auch das Gipsportät von Köbi Kuhn fertig und ziert neben dem Bild seiner ersten Frau Alice das Familiengrab.

Seit kurzem ist auch das Gipsportät von Köbi Kuhn fertig und ziert neben dem Bild seiner ersten Frau Alice das Familiengrab.

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Darum geht es

  • Die Stadt Zürich ehrt Köbi Kuhn an seinem Todestag am 26. November mit einer Gedenktafel.

  • Die Tafel wird an der Frischistrasse 3 in Wiedikon angebracht, wo Kuhn aufgewachsen ist.

  • Inzwischen ist auch das Familiengrab von Köbi und Alice Kuhn auf dem Friedhof Sihlfeld fertig und mit Blumen geschmückt.

Vor knapp einem Jahr, am 26. November 2019, war Köbi Kuhn mit 76 Jahren im Spital Zollikerberg an den Folgen einer langwierigen Lungenerkrankung gestorben. Schon bald kam der Wunsch auf, den beliebten Nationaltrainer und Ex-FCZ-Spieler zu ehren. So schlug seine zweite Frau Jadwiga vor, eine lebensgrosse Statue von Köbi Kuhn auf der Fritschiwiese unweit des Albisriederplatzes aufzustellen. Im Gemeinderat wurde ein Postulat eingereicht, Köbi Kuhn mit einer Strasse oder einem Platz zu würdigen.

Beide Vorschläge kommen für die Stadt nicht infrage, dafür soll Kuhn eine Gedenktafel erhalten. Wie Astrid Herrmann, Sprecherin des Präsidialdepartements sagt, sei die Stadt Zürich zurzeit an der Erarbeitung einer Gedenktafel zu Ehren von Köbi Kuhn. Diese soll an der Fritschistrasse 3 angebracht werden, wo Kuhn aufgewachsen ist. Es handelt sich dabei um eine städtische Liegenschaft. Astrid Herrmann: «Die Einweihung der Tafel ist auf den 26. November 2020 geplant, den ersten Todestag von Köbi Kuhn.» Coronabedingt wird der Anlass im kleinen Rahmen durchgeführt.

Grab endlich fertig

«Trauerspiel ums Grab beendet» schrieb die «Glückspost» in einer ihrer jüngsten Ausgaben und berichtete über das Familiengrab von Köbi Kuhn im Friedhof Sihlfeld in Zürich-Wiedikon. Noch im Sommer war die rechte Grabseite von Köbi Kuhn mit Blumen üppig bepflanzt, auf der linken Seite von seiner ersten Frau Alice hatte es nur verwelkte Blumen. Und anstatt eines Gesichtsporträts aus Gips, so wie bei Alice, hing von Köbi Kuhn immer noch ein laminiertes Foto am Grabstein – das Provisorium von der Beerdigung.

Doch jetzt erstrahlt das Familiengrab in voller Blüte. Auf dem Doppelgrabstein sind die Gipsporträts von Köbi und Alice, überschrieben mit den Worten: «Werden Leben Vergehen». Vor dem Grabstein des Ehepaars liegt eine schwarze Marmorplatte mit zwei weissen Engeln – der Grabstein für die Tochter Viviane, die mit 46 Jahren an den Folgen ihrer Alkohol- und Drogensucht im Mai 2018 verstarb.

Wie ein Familienangehöriger sagt, habe man sich an Köbis Geburtstag am 12. Oktober dort versammelt, und fünf Freunde hätten mit Gitarre, Saxofon und Handorgel sein Lieblingslied «Là-haut sur la montagne» gespielt.

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