Riskante Manöver: Gefährlich, gefährlicher, Verstappen
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Riskante ManöverGefährlich, gefährlicher, Verstappen

Max Verstappen ist zwar ein talentierter Pilot, macht sich aber bei seinen Gegnern mit seiner risikofreudigen Fahrweise keine Freunde.

von
hua

Vettel regt sich am Funk über Verstappen auf.

Red-Bull-Fahrer Max Verstappen polarisiert, immer wieder. Der 19-Jährige feierte im Mai in Spanien als jüngster Fahrer aller Zeiten seinen ersten GP-Sieg. Doch so talentiert der Holländer auch ist, so aggressiv, risikofreudig und unberechenbar erscheint er. Das ist vielen anderen Piloten ein Dorn im Auge.

Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda äusserte sich im September zu Verstappen: «Der Junge ist ein Jahrhundert-Talent. Aber wenn er so weitermacht, gehört er in die Psychiatrie. Schlimm ist, dass er überhaupt keine Einsicht zeigt, Fehler gemacht zu haben. Das kann sehr gefährlich werden.» Offenbar hat sich seither nicht viel getan, denn auch beim GP Mexiko brachte Verstappen mit seinen Manövern einen seiner Gegner zur Weissglut: Sebastian Vettel (siehe Video oben).

Verstappen und Vettel crashten in dieser Saison bereits in Spa. (Quelle: Youtube/All Autosport: Overtakes and Crashes)

«Ein verwöhnter Teenager»

Die 20-Minuten-Leser sind sich nicht ganz einig, aber die meisten haben mit Verstappens Art ein Problem. So schreibt Youknowwho: «Max Verstappen ist ein verwöhnter Teenager, der für seine multiplen Vergehen nie bestraft wurde. Jetzt, wo er (endlich) mal bestraft wird, beschuldigt er die anderen. Er sollte langsam mal erwachsen werden und sich ausführlich mit den Regeln der FIA beschäftigen und über seine Taten nachdenken. Seine ‹Opfer› haben schon oft genug das Gespräch mit ihm gesucht. Vielleicht würde ihm ein Psychologe helfen, wie es bei Grosjean der Fall war.»

Sheep stimmt zu und meint: «Sorry, aber Verstappen hat ganz klar einen Unfall provoziert, Vettel hat lediglich ‹gezuckt›, die Strafen sollten genau umgekehrt sein, Vettel 5 Sekunden, Verstappen 10.» Hinzu kommt der Vergleich mit Weltmeister Hamilton: «Verstappen trägt schon eine Arroganz wie Hamilton.»

Verstappen muss zur Einsicht kommen

Heinz findet, es habe mit Verstappens Nationalität zu tun: «Jaja, die Holländer, Fussball spielen können sie nicht und Auto fahren ohne Campinganhänger wohl auch nicht.» Leser F1-Gucker warnt den 19-Jährigen davor, so weiterzumachen: «Kvyat hat auch so grosse Töne gespuckt, jetzt darf er mit einem schwächeren Auto hinter den anderen herfahren. Das wird auch Verstappen so gehen, wenn er nicht bald zur Einsicht kommt.»

Es gibt aber auch solche, die Verstappen verteidigen, so wie Ron: «Recht hat er. Vettel ist ‹än Gränni›, wenn es ihm nicht läuft.» Jerome stimmt zu: «Der Vettel geht mir langsam auf den Zeiger. Wenn er nicht gewinnt, jammert er die Kappe voll.»

Fans wollen Action sehen

Alu the Hut ist ein Fan des Holländers: «Verstappen ist das Beste, was der Formel 1 seit langem passiert ist. Fährt aggressiv, biegt die Regeln, er greift an, polarisiert. Dank ihm sind Rennen wieder spannend, und er sorgt für viel Diskussionsstoff. Und genau wie früher bei Schumacher ist dies der Rennleitung bewusst und sie lässt ihm relativ viel Spielraum, auch im Wissen darum, dass seine Fahrweise zwar riskant, aber nicht lebensgefährlich ist. Ich freue mich noch auf viele spannende Rennen und ausgepiepste Funksprüche!» Und auch Busa stösst ins selbe Horn: «Mit solchen Aktionen kommt doch wieder etwas Spannung in die Formel 1. Lasst sie doch ihre Autos zerstören.»

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