«Gefährlich wird es, wenn man sich überschätzt»
Aktualisiert

«Gefährlich wird es, wenn man sich überschätzt»

Die Trendsportart Le Parkour erfreut sich einer immer grösseren Popularität. Jetzt auch in der Ostschweiz, wo sie offenbar hauptsächlich von Teenagern ausgeübt wird.

«Parkour ist die optimale Sportart», sagt Ramon Ehrsam aus Au. Man könne sie jederzeit ausüben und halte sich dabei körperlich wie auch mental fit. Vor einem Monat gründete der 17-Jährige mit zwei Freunden aus Au das Parkour-Team Black Hawks. Mittlerweile hat die Formation sechs Mitglieder, alle zwischen 15 und 17 Jahre alt.

Ziel der Sportler ist es, möglichst direkt von A nach B zu kommen. Hindernisse wie Mauern, Geländer und Bänke werden mit zum Teil waghalsigen Sprüngen überwunden. Hilfsmittel wie Seile und Haken sind keine erlaubt. Die Black Hawks trainieren jeden Tag und brauchen dafür neben guten Schuhen und Kondition vor allem eine gesunde Selbsteinschätzung. «Gefährlich wird es nur, wenn man sich überschätzt», meint Ehrsam. In Au sind die sechs Sportler Exoten – weitere Parkour-Athleten, genannt Traceure, kennen sie nicht.

Anders sieht es in St. Gallen aus. Pascal Lau, Traceur aus dem Heiligkreuz-Quartier, kennt in der Stadt um die 40 Gleichgesinnte. «Untereinander werden Kontakte geknüpft, man tauscht sich aus oder geht gemeinsam auf Tour.» Wettkämpfe werden keine durchgeführt. Allerdings haben jüngst verschiedene Ostschweizer Traceure Clips auf YouTube gestellt.

(kar)

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